ChinaHotPod

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deutsche Experten berichten über Erlebnisse und Erfolge für KMU mit China-Geschäft

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00:00:00: China steigt nicht auf, sondern China kommt zurück und das verkennen viele.

00:00:04: Dass eben China über Jahrhunderte eine führende weltweit führenden Nation war.

00:00:23: Gewinnen dadurch Managementwissen über Strategie, Vertrieb und Marketing, Team- und Organisationsentwicklung – und viel mehr für ihren eigenen Erfolg im Markt China.

00:00:33: Mein Name ist Xiaonong Hu, Ihr Gastgeber.

00:00:47: Ich freue mich sehr, heute Professor Martin Kors bei mir zu haben.

00:00:51: Er war langjähriger Geschäftsführer von Verband der Automobilindustrie VPA und jetzt seit sechs Monaten in Shenzhen.

00:01:00: Ich freu mich sehr dass er seinen frischen Eindruck vom China mit uns teilt.

00:01:06: Hallo Professor Kors und gute Abend!

00:01:11: Ja vielen Dank danke für die Einladung freue ich auch sehr dabei sein zu dürfen freue mich über den Kontakt und freue mich an dem Interesse meines Blickes auf China nach nur so wenigen Monaten.

00:01:24: Ja,

00:01:25: und ich war heute vor einigen Stunden noch in den Flieger auf dem Weg nach Shanghai.

00:01:31: Und ich habe mich schon richtig gefreut auch im Fliege auf unser Gespräch, weil so ein Interviewgespräch wie Sie auch schon im Vorfeld gesagt haben ist immer auch ein schöner Erlebnis für mich selber auch.

00:01:44: Ich lerne auch sehr viel von meinem Interview-Partner und darauf freue ich mich auf jeden Fall.

00:01:51: Vielleicht teilen sie auch mal bisschen Tag unserer Zuhörer.

00:01:56: Was haben Sie heute so gemacht in Shenzhen, in der sehr turbulenten Stadt?

00:02:02: In der dynamisch geprägte Dynamikstadt Shenzhin?

00:02:08: Ja ich bin ja im Grunde seit November letzten Jahres hier als Hochschullehrer an der Shenzhan Technology University Und SZTU, eine ganz junge agile Universität am Rande der Stadt.

00:02:25: Nicht Downtown Shenzhen, sondern am Runde der Stadt und wer Shenzheng vielleicht schon mal kennengelernt hat weiß welche Dimensionen diese Stadt hat.

00:02:32: wie groß diese Stadt ist?

00:02:33: ne nahezu zwanzig Millionen statt.

00:02:36: Wie sieht ein Alltag aus?

00:02:37: Also wie ein Alltag eines Hochschullehrers in China sieht glaube ich nicht so viel anders aus als ein Professor in Deutschland mit Vorlesungen, mit Konferenzvorbereitungen, Mit Studentengesprächen.

00:02:54: Natürlich muss man an Publikationen arbeiten und das ist dann halt so einen Tag, den man sich immer je nachdem wie die Vorlesung gestaltet sind, wie die Termine sind, die entsprechend organisiert werden Und vor dem Hintergrund ist, glaube ich der Arbeitsalltag gar nicht so viel anders.

00:03:09: Vielleicht ist die Dynamik etwas anders oder vielleicht ist die Atmosphäre etwas anders aber da können wir gleich noch drauf zu sprechen kommen.

00:03:16: Definitiv anders ist im Gegensatz zu Ihrer vorrägenden Karriere.

00:03:21: Sie waren fast zwanzig Jahre beim VDA, zuletzt auch sieben Jahre als Geschäftsführer.

00:03:27: Das ist natürlich eine Position die man nicht einfach aufkippt.

00:03:30: Was war der Moment in dem Sie gedacht haben ich mache das nicht mehr weiter?

00:03:37: Es gab gar nicht so den Moment!

00:03:40: Ich habe die Tätigkeit im VDA immer liebend gerne gemacht.

00:03:44: es ist aber gleichzeitig so von Anfang an eine extrem hohe Affinität zur Universität, zu Hochschule.

00:03:51: Ich habe im Grunde während meiner gesamten Zeit die ich in der freien Wirtschaft war oder auch im Verband war – ich war vorher ja bei Ford tätig – ich hatte immer Lehraufträge und ich war immer der Hochschulen sehr verbunden mit Studenten zusammenzuarbeiten.

00:04:08: Genau!

00:04:08: Und ich hab jetzt immer an der Schnittstelle im VDA zwischen Industrie, Politik als Lobbyist.

00:04:17: Und das sind wir im VDA, da müssen sie besondere Fakten haben und eine Grundlage haben auf der Sie argumentieren.

00:04:24: Vor dem Hintergrund war auch da der Bezug zur Universität eigentlich immer da.

00:04:28: Ich habe jetzt die Umstrukturierung genutzt um zu sagen wenn ich mir gesagt habe, wenn ich noch einmal komplett full time an einer Universität arbeiten möchte dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt.

00:04:44: Und dann kam eben zur gleichen Zeit auch die Möglichkeit, durch diverse Kontakte ein Angebot in Shenzhen anzunehmen und das war für mich dann irgendwie klar.

00:04:56: Ich habe im Grunde die letzten Jahre immer über Transformation geredet in der Automobilindustrie.

00:05:01: also wir müssen transformieren und die Möglichkeit zu haben eine Universität in einer Stadt Shenzzen zu arbeiten, die eben für Transformation schlechthin steht.

00:05:12: Die Chance wollte ich mir eigentlich nicht nehmen lassen.

00:05:14: Und vor dem Hintergrund war das eigentlich kein abrupter Wechsel, sondern ein Wunsch den ich immer gehegt habe und der sich jetzt erfüllt hat.

00:05:22: Ja, das klingt schon so.

00:05:25: Das ist natürlich aber sehr vom Außenstehende ein großer Wechsel von Geschäftsführer VDA zu Professor nicht in Deutschland sondern in China und es gibt auch in Deutschland genug Universität die sich freuen würde sie als Professors bekommen.

00:05:43: was hat Sie speziell zur SZTU und Shenzhen gezogen um nicht nach München oder Stuttgart?

00:05:52: Nun, ich glaube wenn man Transformation wirklich erleben will und wenn man Wandel erleben wird.

00:05:58: Und wenn man Innovationen erleben würde dann gibt es glaube ich zurzeit kein spannenderen Ort als China allgemein aber Shenzhen insbesondere Es gibt ja Bücher über Shenzhens Zukunft Made in China Ich habe das gerade vor mir liegen von Frank Siren Das werden sie vielleicht auch kennen die Möglichkeit zu haben, in dieser Stadt zu arbeiten und das eben zu erleben.

00:06:21: Das worüber wir reden China Speed, Shenzhen Speed, dass eben nicht nur aus der Ferne Marketingwörtern zu erleben, sondern hautnah mitzuerleben.

00:06:32: Und das eben an einer Universität die eben so jung ist wie eben die Shenzhen Technology University.

00:06:38: und die Jungheit bringt eben auch gewisse Ungeduld hungrig sein mit sich.

00:06:44: also das merke ich richtig dass die Universität sich stark nach vorne bewegen will und eben auch agil sein will Und das ist eben super spannend, da mitzumachen und in einer solchen jungen Universität mitzuarbeiten.

00:06:58: Und dass eben in einer Stadt die wenn Schenssen für etwa steht dann glaube ich für machen und tun und in einem solchen Umfeld zu arbeiten finde ich halt super.

00:07:08: Hinzukommen vielleicht auch in den USA habe ich schon gearbeitet.

00:07:13: Bevor ich überhaupt in die Wirtschaft gegangen bin, da war die Frage bleibe ich an der Universität Von Anfang an quasi eine Universitätslaufbahn.

00:07:22: Ich war dort als Visiting-Assistenprofessor at the University of Illinois.

00:07:26: vor dem Hintergrund des Angloamerikanischen System kenne ich, ich wollte unbedingt das chinesische System kennenlernen und vor dem hintergrund ist die Wahl auf die SCTU gefallen.

00:07:39: Sie haben ja gesagt, sie haben schon ein paar Bücher vor sich und sicherlich haben sie auch sich informiert über Shenzhen.

00:07:45: Und wenn Sie heute, Sie sind zum Wintersemester nach Schönzündung gekommen.

00:07:50: Ist das korrekt?

00:07:52: Winterssemester, der ist wahrscheinlich

00:07:56: im November.

00:08:00: Bin ich zum ersten Mal hier.

00:08:02: Ich habe auch vielleicht das zur ersten Frage, wo Sie sagen, wie ich überhaupt auf die Idee komme?

00:08:07: Ich war schon diverse Male in kurzen Lehraufträgen und habe in der Universität kennengelernt in so zwei bis drei Wochen Blöcke.

00:08:15: Und hab das gemacht oder wiedergemacht.

00:08:18: Irgendwann wurde ich gefragt ob ich mir nicht vorstellen könnte komplett darüber zu kommen.

00:08:25: durch ein Berufungsverfahren, wie das eben so ist an Hochschulen mit Vorlesung und so weiter.

00:08:30: Und da gab es so verschiedenste Stufen die man so durchlaufen hat und das hat dann funktioniert.

00:08:34: Und vor dem Hintergrund wusste ich schon im Grunde, worauf ich mich einlasse.

00:08:38: also das weiß nicht komplett.

00:08:39: Die SCTU weiß sich komplett für mich neu.

00:08:42: Kein komplette Blitz eher sozusagen.

00:08:45: und aber wenn sie jetzt sechs Monate nach der Umzug richtig mit dem gesamten Haushalt sozusagen nach China gezogen Wenn Sie jetzt zurückblicken würden, was hätten sie vor sechs Monaten schon eher gewusst und sozusagen Bestens auf China vorzubereiten?

00:09:06: Das Leben hier vorzubbereitet bevor sie damals in November in der Fliege gestiegen hätte.

00:09:13: Ja, China ist nicht komplett neu für mich.

00:09:16: Ich habe es ja eben schon gesagt dass ich durchaus auch hier an der Universität gearbeitet habe, aber auch im Verband der Automobilindustrie.

00:09:26: Der VDA hat Büros in Peking und in Shanghai.

00:09:30: Ich war immer wieder in China auf der Messe – ich war im VDA eben auch für die internationalen Automobilherstellung, für die IAA zuständig – weil auch immer wieder auf der Masse in China.

00:09:41: Und vor dem Hintergrund weiß China nicht komplett neu für mich, aber trotzdem – da haben sie schon völlig recht Ist es was anderes, ob man hier einfliegt und wieder raus fliegt oder ob man lebt?

00:09:52: Und das merke ich auch schon nach den ersten sechs Monaten.

00:09:55: Ich bin mal gespannt wie das nach ein paar Jahren sein wird.

00:09:59: also was glaube ich schon da ist.

00:10:03: Man muss wenn man in China lebt Ob ich mir das gewünscht hätte zu wissen.

00:10:09: aber was ich ganz stark erfahre ist eben Man muss sich schon auf Gegensätze einfach einstellen.

00:10:14: Also ich weiß oder ich wusste von Anfang an, China ist schnell und China ist digital.

00:10:20: China ist aber auch bürokratisch.

00:10:22: also das wundern einen dann wieder so einerseits digital und sehr schnell.

00:10:28: Auf der anderen Seite gibt es aber durchaus auch Strukturen um Bürokratien die ich gar nicht erwartet hätte.

00:10:33: Oder wenn ich Gegensetze auch auf staatlicher Ebene.

00:10:38: China is ein kommunistisches Land.

00:10:40: Ich kenne aber kein Land, ehrlich gesagt auf der Welt wo der Wettbewerb so intensiv ist.

00:10:45: Das würden glaube ich viele Menschen von außen sich gar nicht vorstellen.

00:10:48: Aber es herrscht einen brutalster Wett Bewerb!

00:10:52: Nicht nur in der Automobilindustrie sondern ich habe das Gefühl insgesamt in China egal im welchen Bereich... kommunistisches Land, aber eine durch und durch kapitalistische Wirtschaft.

00:11:05: Das sind zwei Gegensätze die eben da sind.

00:11:07: oder das Land ist schnell hat aber auch manche Indifizienzen irgendwie die so gar nicht erwartet hätte.

00:11:12: Und vor dem Hintergrund sich dessen bewusst zu sein damit muss ich immer... Ich war zuerst bei manchen Sachen sehr verwundert was weiß ich.

00:11:20: ein kleines Beispiel China ist total digital.

00:11:23: Aber ich komme an und man muss dann so bisschen so einen Prozess durchlaufen dass man so ongebordet wird Und das ist dann schon alles noch mit Ausdruck und Stempel.

00:11:32: Dann braucht es noch einen Stempeln, was so ein bisschen der Digitalität so gegengläufig ist.

00:11:43: Bei der Hochschule aber auch bei offiziellen Behörden

00:11:47: usw.,

00:11:49: wir klagen in Deutschland über eine hohe Bürokratie.

00:11:54: Die gibt's zum Teil auch in China.

00:11:57: Aber China hat den Vorteil, dass es schneller ist.

00:11:59: Wir haben in Deutschland eine Bürokratie die auch noch langsam ist und wir haben hier in China teilweise bürokratische Dinge.

00:12:04: oder wenn man weiß wie man damit umzugehen hat vielleicht fühlen sie sich ja gar nicht mehr büokratisch an.

00:12:10: ich empfinde sie im ersten Moment als doch dann doch etwas büro gratis.

00:12:15: aber da kann man sich daran gewöhnen und man muss sich einfach auch darauf einlassen zu beginnen.

00:12:21: man wird ihm nicht alles verstehen irgendwie dass man nicht mit seinem Mindset, das man aus Deutschland eben hat, komplett hierher geht und mit diesem Mindset operiert.

00:12:34: Sondern man muss einfach offen sein sich auf Neues einzulassen und auch die Menschen einzulassen.

00:12:40: Und dann funktioniert es auch.

00:12:41: also ich habe das Gefühl sehr wohlwollend aufgenommen zu werden.

00:12:49: Dann funktioniert das.

00:12:55: kommunistisches Land, aber brutaler Wettbewerb.

00:12:58: Woran machen Sie das fest?

00:13:00: So am Alltag?

00:13:01: oder haben sie hier von den Wett Bewerbsgeschichten zwischen der Unternehmen gehört?

00:13:07: oder erleben Sie im Alltag die Wett-Bewerb?

00:13:11: So wohl als auch!

00:13:12: Also in der Automobilindustrie ist es ja... Da wird ja auch offen darüber gesprochen, es existieren.

00:13:19: Ich kann sie gar nicht alle aufzählen, obwohl ich ein automobiles Kind bin und in der Automobilindustrie mein Leben lang gearbeitet habe.

00:13:25: Es gibt hier so viele Marken in China – ich kann Sie gar nicht allen benennen!

00:13:29: Und mit Sicherheit werden ... Ich will die Prozentsaal jetzt nicht nennen aber eine hohe Prozenzahl wird nicht überleben.

00:13:40: Da herrscht einfach ein brutalster Verdrängungswettbewerb und ist so ein bisschen Survival of the fittest.

00:13:45: Und die, die wirklich stark genug sind, werden überleben.

00:13:48: Die wären dann auch stark in den Weltmarkt hineingehen.

00:13:52: Aber ich merke es auch bei den Studierenden.

00:13:54: Ich merke das auch.

00:13:55: da ist schon ein Wettbewerk untereinander.

00:13:58: Das hat glaube ich was mit dem System zu tun, mit dem chinesischen Bildungssystem Gaokao, das System um eben die Universität zu erreichen ist ja ein Punkt im Leben auf den alles hinzuläuft.

00:14:16: Der vorbereitet wird bis zum Ende und an dem sich vieles wie die Zukunft festmacht.

00:14:21: Und ich glaube so merke ich empfinde ich die Studierenden dass sie das auch weiter ins Studium hineintragen ist extrem hoher Wettbewerb Das extreme Gefühl, auch besser zu sein.

00:14:35: Besser sein zu wollen als die anderen.

00:14:42: Ja so ein bisschen wie Pilothalle vor einem Automobilprojekt.

00:14:48: Da muss der Automobilvorstand zu dem Auto jeweils sagen, daumen hoch oder daumen runter.

00:14:56: Ja, sehr schön.

00:14:58: Lass uns noch ein bisschen über Ihren Alltag und dann als Hochschulprofessor sprechen in China.

00:15:04: Und Sie haben ja vorhin schon gesagt, sie sieht gar nicht so anders aus wie in Deutschland die Fachkonferenz unter Lehrtätigkeit.

00:15:13: Aber dennoch was überrascht Sie immer noch nach sechs Monaten hier im Alltag?

00:15:20: Was mich immer noch überrasacht ist es vielleicht Vielleicht nach wie vor der Gedanke dieser Wille und das merke ich sowohl bei den Kollegen, die akademische Laufbahn einschlagen wollen.

00:15:36: Auch junge Kollegen als Assistenprofessor oder Associate-Professor arbeiten, die eben den Weg noch durchlaufen müssen, der unbedingte Wille einfach erfolgreich zu sein.

00:15:47: Dass sie immer wieder versuchen irgendwie einen Weg zu finden, Dinge umzusetzen, zu realisieren dann doch ihre Publikation, wenn die Ablehnung irgendwo war dass sie woanders unterkommen und so weiter und sich nicht entmutigen lassen.

00:16:04: Der will erfolgreich zu sein aber auch die Leidenskraft würde ich mal sagen das eben durchzusetzen und da ihm alles reinzustecken was mich nicht überrascht aber nach wie vor ehrlich gesagt fassungslos macht weil ich es wirklich fast Obwohl ich mich mit China auch vorher schon viel beschäftigt habe, trotzdem noch fassungslos macht.

00:16:29: Ich frage mich manchmal in welch kurzer Zeit eigentlich China uns in vielen Bereichen nicht nur eingeholzt sondern in Tallen überholt hat?

00:16:44: In der Wirtschaft oder meinen Sie in der

00:16:46: Wissenschaft?

00:16:47: Genau!

00:16:47: Ja, ich bin in der Automobilindustrie unterwegs und fühle mich ja heute immer noch die Automobilindustrie verbunden.

00:16:54: Viele Themen, die ich an der Uni mache sind ja automobilbezogen beschäftige mich mit Themen, Disruption, Transformationen.

00:17:03: was funktioniert in China?

00:17:05: Was kann man vielleicht übertragen auf der Versuch so ein bisschen Brücken zu bauen also als Brückenbau auch zu fungieren?

00:17:11: aber ich bin selber immer noch fassungslos.

00:17:14: Ich frage nicht wirklich immer noch Was haben wir in Deutschland nicht gesehen, was haben wir da verschlafen?

00:17:20: Haben wir dazu lange auf unsere Perfektion einfach vertraut und gesagt Wir haben so starke Marken mit unseren Premium-Marken im chinesischen Markt.

00:17:29: Uns kann keiner was.

00:17:30: So dieses typische Innovatorsdilemma, das man ja so kennt dass eben die, die in der Vergangenheit auch sehr stark waren sich gar nicht so sehr um die Zukunft kümmern weil sie sagen es funktioniert sowieso.

00:17:41: Ich muss selber schon aussagen Als wenn ich darüber nachdenke, die chinesischen Autos in Deutschland auf der IAA vor zehn Jahren.

00:17:50: Herzlich willkommen!

00:17:50: Aber man hat auch ein bisschen belächelt.

00:17:53: Naja da ist noch ein bisschen Perfektion irgendwie mitzubringen Und dann ging das so schnell.

00:17:59: Das ist in das, was ich meine fassungslos.

00:18:01: Wo ich denke haben wir alle einen Winterschlaf gehabt.

00:18:04: auf einmal waren die Chinesen da und es ist heute und das ist das was mich immer noch wieder überrascht Es ist heute so in den Sprachgebrauch schon verankert egal mit welchem Automobilisten sie reden und das wäre vor fünf sechs Jahren nicht möglich gewesen dass gesagt wird die chinesen sind uns mindestens Auf Augenhöhe, wenn nicht in vielen Bereichen weiter was künstliche Intelligenz, was Software angeht, Batterietechnologie also alle Themen die letztendlich auch die Zukunftsthemen der Automobilindustrie beschreiben und das macht mich fassungslos.

00:18:36: Wie konnte das passieren?

00:18:38: Genau, darf ich nochmal einhaken?

00:18:39: Weil Sie wussten ja zumindest von Schlagzeilen aus Deutschland.

00:18:46: Da sie in Deutschland waren und jetzt sind sie sechs Monate in China haben sie noch in China noch zusätzlich direkte Andrücke gewonnen können dass die chinesische Automobil her Automobilherstelle wirklich auf Augenhöhe sogar Deutschland zum Teil auch überholt haben.

00:19:01: oder welche zusätzliche Eindrücke haben sie?

00:19:05: Oder Informationen haben Sie dadurch gewonnen, durch den Aufenthalt.

00:19:10: Ich liebe Schensen ja nicht nur seiner Dynamik wegen und seiner Innovationskraft und all das was mit Schensen verbunden wird sondern ich liebe Schenssen der Lage wegen.

00:19:20: Ich will jetzt nicht sagen des guten Wetters wegen sondern ich finde es faszinierend.

00:19:25: Schensen und Hongkong ist für mich fast so ein bisschen wie eine geteilte Stadt, wie vielleicht Berlin früher, Ost und West-Berlin.

00:19:34: Und wenn Sie sich von Shenzhen nach Hongkong begeben und von Hongkeng zurück nach Shenzien begeben dann merken sie vielleicht die alte Welt und die neue Welt.

00:19:44: Das ist so krass, niemand wundert.

00:19:48: Sie kommen nach Hongkong – ich war jetzt das vergangene Wochenende noch in Hongkung –.

00:19:51: in Shenzhen ist es fast unmöglich mit Bargeld zu zahlen.

00:19:54: In Hongkeng ist es teilweise noch gefordert, dass sie gar nicht eine Karte zahlen können.

00:19:59: Wenn sie bestimmte Sachen, wenn ich meine Bahncard in Hong Kong aufladen möchte, dann geht das nur bar.

00:20:07: Das ist in Shenzhen, wenn ich mit Bargeld bezahlen möchte.

00:20:10: Da schaut mich jeder komisch an und das ist gar nicht möglich!

00:20:13: Wenn Sie nach Hongkong kommen merken sie alte Infrastruktur.

00:20:17: Sie merken, dass es alte Infrastrukturen sind.

00:20:19: In Shenzhengut, wie soll es auch anders sein?

00:20:21: Es ist eine junge Stadt.

00:20:22: Es ist alles neue Infrastruktur!

00:20:25: Wenn sie nach Hong Kong kommen hören und riechen sich den Verbrennungsmotor.

00:20:31: Es ist leise und Sie sehen auf der Straße fast nur Elektrofahrzeuge.

00:20:36: Das ist das, was mich zu erleben.

00:20:42: Mir schon klar, dass ich in Shenzhen natürlich auch an einem ganz besonderen Ort bin.

00:20:46: Und sobald ich die Stadt verlasse und auf dem Land bin, wird es sicherlich auch anders sein?

00:20:52: Oder ist es auch anders?

00:20:53: Das habe ich ja erfahren.

00:20:55: Aber trotzdem, das hier so mitzuerleben oder auch mit zu erleben in Shenzhen... Ich kann ohne Probe... Gut!

00:21:01: Ich jetzt nicht weil ich keinen chinesischen Ausweis habe aber sie können ohne Probleme ein fahrerloses Taxi bestellen.

00:21:07: Es ist in Deutschland obwohl wir das Land der... ...das Geburtsland ist autologiel sind.

00:21:17: Ich erlebe es in Deutschland einfach nicht im Alltag.

00:21:22: Autos an mir vorbeifahren.

00:21:24: Das erlebe ich hier, an der Universität ständig oder irgendwelche Reinigungsmaschinen die einfach fahrerlos ihren Job machen und das sind Dinge, die einfach im Alltag da sind.

00:21:37: oder alleine das was ja uns auch fasziniert im Westen wenn wir mit bekommen.

00:21:43: in Peking ist ein Marathon an dem humanoide Roboter mitlaufen Phänomenal, obwohl es ein Spaßling natürlich ist.

00:21:53: Aber das zeigt ja wie sich Innovation und Technologie einfach in den Alltag hinein frisst.

00:21:59: Und das finde ich faszinierend!

00:22:02: Wenn wir über... Ja bitte, waren Sie vor Ort?

00:22:06: ...

00:22:08: wenn wir über das Thema Wie gehen wir mit Pflege im Alltag um?

00:22:15: Es sind ganz sensibles Themen Da ist.

00:22:17: in China habe ich das Gefühl, die Diskussion darüber welche Aufgaben können humanoide Roboter übernehmen.

00:22:24: Natürlich nicht seelische Aufgaben keine geistigen Aufgaben aber sie können im Haushalt helfen und da ist glaube ich die Adaptionsgeschwindigkeit der Chinesen eine völlig andere als bei uns in Deutschland.

00:22:37: wir würden sowas ein solches Thema würde bei uns Hundert Ethik-Diskussionen, hundert Gruppen und so weiter.

00:22:45: Das für und wieder... Da gibt es natürlich für und wie da überhaupt keine Frage!

00:22:49: Aber die Offenheit der Chinesen sowas überhaupt erstmal zu probieren ist eine ganz andere.

00:22:54: Ist ne ganz andere?

00:22:56: Ja geradezu dem Thema dieser Hartmarathonwettbewerb, der Romanoide Robote.

00:23:02: vor einem Jahr gab's ja den ersten Wettbewerk Und jetzt vor ein paar Wochen war der zweite, dieser Sprung innerhalb von dreihundert und sechzig Tage ist ja riesig.

00:23:12: Bei dem ersten Wettbewerb die meisten Roboter sind nach dem Startlinie quasi umgekippt weil sie überhitzt sind.

00:23:19: Der zweiten Wettbetrieb hat zumindest einen Roboter geschafft schneller als ein Mensch zu laufen in einer Stunde oder so.

00:23:27: das ist die größte Ordnung.

00:23:28: Das ist ja Wahnsinn!

00:23:30: Und haben Sie ihn schon so auch erlebt?

00:23:33: Das habe ich gelesen.

00:23:34: Wir haben noch nicht erlebt, dass Romanoide Roboter als Polizei Patrouille laufen ist auf der Straße.

00:23:43: Nee, das würde ich auch gerne erleben!

00:23:45: Ich hatte am Wochenende wieder ein Ereignis... Genau, vielleicht kann man es auch so zusammenfassen.

00:23:50: Ich hab immer wieder Eregnisse wo ich denke wow cool Angefangen von den Drohnen, wir haben hier in Shenzhen gibt es verschiedene Parks wo sich wirklich die Menschen bei KFC Kentucky Fried Chicken was bestellen können.

00:24:04: Also bestimmte Partner die da irgendwie mit machen müssen und so weiter.

00:24:07: man kann sich per Drohne eben seine seinen Lansch oder seinen Essen eben in einer Station liefern lassen.

00:24:15: Dass das existiert, weiß glaube ich jeder aber dass ihm mitzubekommen ist.

00:24:18: noch mal was anderes.

00:24:20: und die Chinesen haben ja also China hat ja auch gesagt, dass der Markt eben der Low Attitude-Markt, dass er ein Markt auch der Zukunft sein wird wo man stark unterwegs sein möchte und das erlebe ich eben halt auch.

00:24:31: Ich gucke aus meinem Büro An der Universität schaue ich auf das College of Urban Logistics and Transportation.

00:24:41: Übrigens auch ein deutscher Dikan, der dort tätig ist und da es auf dem Dach ist ein großes Drohnen-Landefeld eingerichtet.

00:24:49: Da können Riesendrohnen wo auch Menschen mit transportiert werden können aber auch Delivery Drones können da landen und das eben, dass im Alltag so mitzubekommen.

00:24:58: Und anderes ist eine völlig andere Ebene.

00:25:01: aber ich hatte das vorher noch nicht erlebt.

00:25:02: Ich wusste, dass es es gibt wenn Studenten mit ihrer Hand zahlen Also einfach die Hand hinhalten, anstatt irgendeine Kuriercode oder sowas.

00:25:14: Und man kann eben das die Hand durch die DNA genau wie ich ein Gesichtscan machen kann.

00:25:20: Ich halte einfach nur meine Hand dorthin und dann geht einem ein Tor auf.

00:25:24: Das war in diesem Fall... ...ich war am Wochenende nicht an der Shenzhen Technology University sondern An der Shanzen University, die ist an einem anderen Standort Und dort haben Studenten eben den Wust betreten, mussten dafür irgendwie zahlen.

00:25:40: Aber sie haben einfach nur die Hand wovor gehalten und dann piepte es und dann konnten Sie reingehen.

00:25:46: Das ist schon faszinierend das mitzugucken.

00:25:48: Ja,

00:25:48: das ist auch neu für mich aber was macht das mit Ihnen?

00:25:52: Also wenn Sie jetzt sechs Monate als ehemalige VDA hoch funktionieren unter Geschäftsführern Und jetzt als Prof.

00:26:01: aus Deutschland erlebt diese ganze Innovation, was macht das mit Ihnen?

00:26:06: Diese neue Andrücke ist eher ein... Sie haben gesagt schon mit dem Gefühl, sie haben sich fassungslos beschrieben, aber was sind dann die weitere Gedanken, was Sie denken und was mal eigentlich ändern muss?

00:26:21: Was sind so die Gedanken, die gleich bei Ihnen sozusagen haben?

00:26:28: würde mich interessieren.

00:26:31: Ja, es macht mich schon wie ich eben gesagt habe in dem ersten Moment auch vielleicht fassungslos dass ich sage wie kann und das ist ja ohne Zweifel so das Land der Dichter und Denker Das Land der Ingenieure Made in Germany?

00:26:50: Was ist passiert?

00:26:52: Dass wir uns da haben entteilen so ein bisschen die Butter vom Brot nehmen lassen?

00:26:58: Haben Sie ernst?

00:26:59: Natürlich.

00:27:00: Ich frage extra, haben sie dadurch Ernst bekommen?

00:27:02: oder was ist ihr Gefühl?

00:27:05: Respekt!

00:27:06: Ich merke gleichzeitig dass die chinesischen Professoren und auch Chinesische Unternehmen nach wie vor das deutsche Unternehmen auch einen exzellenten Ruf in China haben.

00:27:19: auch der Wert und die Qualität eben der deutschen Produkte unter deutschen Marken, auch nach wie vor gesehen wird irgendwie.

00:27:33: Es ist gar nicht so dass Deutschland schlechter geworden ist.

00:27:36: ich sage jetzt einfach mal Deutschland um insgesamt, das die deutsche Industrie schlechter gewonnen ist.

00:27:43: Es ist nur so, dass eine chinesische Industrie viel besser geworden ist und ich kenne das selber.

00:27:49: Ich habe früher bei Ford gearbeitet wenn ich dort in einen Schauraum gegangen bin also in die Zukunft ein Fahrzeug, das eben in drei Jahren auf dem Markt gekommen soll und man guckt dann im Entwicklungszentrum und man denkt wow cool damit werden wir die Zukunft.

00:28:04: das wird ganz weit nach vorne.

00:28:06: Aber der Wettbewerb steht ja auch nicht.

00:28:07: Sondern wenn dann noch mehr macht, ist das was Sie als Wow denken und der andere ist an trotzdem Schritt weiter, dann sind sie am Markt hinten dran.

00:28:18: Und so das gleiche Gefühl habe ich zurzeit ein bisschen bei Deutschland.

00:28:20: Wir haben uns ja nicht verschlechtert in dem Sinne dass wir auf einmal keine Autos mehr bauen können oder dass wir keine guten Ingenieure mehr haben.

00:28:28: Wir haben exzellente Ingenieur und wir sind nach wie vor exzellen.

00:28:32: Innovationen aber Es gibt im anderen Länder, die zum einen in ihrer Geschwindigkeit schneller sind und das ist ein Defizit in Deutschland.

00:28:42: Speed, speed, speed können wir gleich glaube ich nochmal drüber sprechen haben mich auch versucht mal intensiv damit zu beschäftigen.

00:28:48: das wollte ja auch lernen.

00:28:50: was heißt eigentlich Speed?

00:28:51: Das ist immer so ein Schlagwort.

00:28:55: So uns zum Anderen dass sich Deutschland vielleicht zu sehr eben auf Technologien eben auch fokussiert, die nach wie vor ihre Relevanz natürlich haben.

00:29:05: Aber es gibt eine Verschiebung in den Kernthemen, in den Kernenbereichen selbst wenn sie in der Automobilindustrie bleiben da gibt es eine Verschiwung von der Hardware zur Software.

00:29:19: so und wenn wir die Meister der Hardwear waren Wir sind nicht unbedingt die Meister der Software.

00:29:28: Und das ist in das Problem.

00:29:29: und wenn ich sage, dass der zukünftige Kaufanlass – Das Kaufkriterium eines Kunden ist weniger die Hardware.

00:29:40: Die Hardware wird immer wichtig bleiben, da bin ich fest von dir überzeugt.

00:29:44: Das Gefühl, die Haptik eines Autos wird immer richtig bleiben.

00:29:48: aber die Software und gerade im chinesischen Markt vielleicht noch mehr als im europäischen Markt dass der Computer auf Rädern, der chinesische Kunde, der im Computer aufrädern möchte.

00:30:02: Und das haben wir nicht in der Geschwindigkeit mitverzogen wie das andere Verzogen haben.

00:30:07: Es ist ja kein Geheimnis, dass Deutschland bei gerade solchen Technologien Software, künstliche Intelligenz, Batterietechnologie, dass wir in solchen Kernbereichen eben auch schon manche Punkte einfach verschlafen haben und macht mir das Angst ich meine so ist es nun mal.

00:30:25: Wir müssen damit eben vernünftig umgehen.

00:30:29: Wir müssen voneinander vielleicht auch lernen, es ist ja nun nicht so dass jetzt die chinesischen Automobilhersteller auf einmal alles können und wir können gar nichts mehr sondern ich glaube jeder hat seine Stärken und das versuchten wir gerade auszuspielen, dass man versucht durch Kooperationen, durch sinnvolle strategische Verbindungen einfach die Stärkung miteinander zu verbinden.

00:30:53: Und vielleicht ist das auch das Zukunftsmodell, dass man eben auch sagt.

00:30:57: Ich glaube Deutschland steht nach wie vor für Perfektion und auch für gute Qualität einfach der Fahrzeuge, womit ich nicht sagen will, dass die chinesischen Fahrzeugen auch das macht mich immer wieder fassungslos was für eine Qualität, die die Produkte mittlerweile mit sich bringen.

00:31:13: Aber dass man eben auch Kompetenzen vereinen kann und vielleicht die Agilität der Chinesen, die Schnelligkeit und die Innovationskraft.

00:31:22: Und vielleicht die Präzision der Deutschen.

00:31:24: Dass man daraus was Gutes machen kann.

00:31:26: Wissen Sie manchmal habe ich wieder Gedanken.

00:31:28: Ich stimme Ihnen zu, dass man den starken Wettbewerb eher sportlich sehen soll.

00:31:34: Auch eher als Motivationsfaktor für sich selber Und ich denke, dass schon vielleicht begreicht mit Sport da.

00:31:43: Das ist die Möglichkeit wie man jetzt im Sport auch sehen würde.

00:31:47: Aber das ist noch nicht so ganz linear wie in einer bestimmten Sportart.

00:31:51: Da gibt es immer einen Nummer eins und dann gibt's ja die Rahmenfolge weiter.

00:31:54: Ich sehe das ein bisschen wie eine weitere Sinne Olympiade.

00:32:02: Du hast sehr viele Diszipline Und ob ein Land gut oder schlecht in der Gesamtwertung ist, das besteht ja aus Ergebnisse aus vieler Wettbewerbsart und viele Disziplinen.

00:32:15: Da denke ich sollte Deutschland aus dieser Art von Faszination, dass China in bestimmten Disziplin sehr gut ist, eher die Motivation bekommen für sich selbst eine gute Positionierung zu definieren und dort wieder gut zu sein.

00:32:31: Und sozusagen eine Web-Positionierung, da denke ich sollte eher die Motivation wobei das ist natürlich auch ein ergebnisoffener Gedanke mit meinem deutschen Aufenthalt fast genauso lang oder sogar ein bisschen länger in Deutschland bin wie in China, werde ich über die chinesische Fortschritte sprechen.

00:32:56: Denke ich automatisch schnell dran.

00:32:59: was ist dann die Konsequenz für Deutschland?

00:33:02: Was kann Deutschland daraus zusammen machen?

00:33:04: das ist im Moment meine Gedanke.

00:33:06: Deutschland muss eigentlich sich neu positionieren.

00:33:08: der neue Situation

00:33:10: Ja genau genau genau das merke ich schon auch auch in den Gesprächen mit den Studierenden dass da schon manchmal auch Fragezeichen kommen.

00:33:19: Da wird schon differenziert zwischen old and new, also Man kann so bezeichnen,

00:33:30: ich finde es aber nicht so ganz umfangreich richtig.

00:33:34: Aber man kann das so bezeichen zu verdeutlichen.

00:33:37: Aber was ich denke schon, vielleicht hat Deutschland eine alte Positionie und die noch nicht sozusagen abgedatet wird.

00:33:45: Deutschland braucht auch noch eine neue Positionierung insgesamt von der Industrie, aber vom Land auch.

00:33:50: Das Land braucht auch eine neue Ja, bitte.

00:33:57: Das wurde ich jüngst auch bei einem Abendessen mit anderen Professoren gefragt.

00:34:02: Wo will Deutschland eigentlich hin?

00:34:04: Das ist ja genau die Frage, die Sie ausstellen.

00:34:05: Was ist eigentlich die Positionierung von Deutschland?

00:34:07: Also wie wollen wir uns im Wettbewerb eigentlich aufstellen?

00:34:12: Genau und da gibt es glaube ich... das wird ja auch in Deutschland kritisiert, wird ja an der aktuellen Bundesregierung kritisieren.

00:34:18: Wo ist eigentlich das schlüssige Konzept?

00:34:21: Wo ist der Plan wo wir hinwollen?

00:34:22: Auch da sind die Chinesen hier sicherlich durch ihren Fünf-Jahresplan wird ganz anders vorgegangen irgendwie.

00:34:30: Auch das ist, wenn ich das von außen Leute die wenig mit China zu tun haben oder vielleicht auch gar nicht so in dieser Wirtschaft unterwegs sind, die denken ja beim fünfjahres Plan denken die einen so ein DDR-Plan, so ein kommunistischer Plan der EBI Zentral umgesetzt wird und das fünf jahres plan ist ja hier was ganz anderes.

00:34:49: es werden strategische Industrien einfach definiert Da werden Anreize gesetzt und dann ist ein massiver Wettbewerb darunter, dass man versucht eben so.

00:34:59: Aber man sagt ganz genau in welchen Bereichen möchte ich langfristig führen sein?

00:35:04: Und dann wird alles drangesetzt, das man diese Bereiche eben auch noch vorne hinschiebt.

00:35:08: Das hat man für die Automobilindustrie getan.

00:35:11: Man hat gesagt wir wollen eine weltweit wettbewebsfähige oder führende Automobil Industrie etablieren und da hat man alles daran gesetzt es zu tun durch eben auch Förderung der Elektromobilität, durch verschiedenste Pakete die eben dort geschnürt wurden und die wurden ja jetzt, wurden sie ja quasi aufgegeben.

00:35:30: Die Pakete weil man sich auch schon am Ziel wähnt, weil man auch sagt dem Markt für Elektrofahrzeuge den haben wir sicherlich für uns gewonnen.

00:35:39: Und ich finde das ist auch auf einer Seite faszinierend dass China diese langfristige Plan hat.

00:35:48: Aber was mich wiederum nach wie vor noch fassungslos macht, ist dass man in Deutschland diese... diese langfristige Planung gar nicht so sehr vermisst, wer wir im Alltag sind.

00:36:01: Ich denke die Unternehmen sind nicht gewohnt dass der Staat der Wirtschaft einer so eine konkrete Planung gibt.

00:36:08: deswegen vermischt man ja dieser große Planung auch nicht den normalen Bevölkerungen auch nicht aus.

00:36:14: selbst die sei mal gebildete Manager und Mitarbeiter Ingenieur Die vermissen diese diese Planung ja auch nicht.

00:36:24: Und das ist sozusagen gar nicht richtig falsch, das ist einfach so systembedehnt.

00:36:29: In China man wird ja gar nicht gefragt, da hat hinterland diese Planung vor die Nase gesteckt und das ist dann die Planung.

00:36:37: alle sollen danach laufen und in Deutschland es gibt nicht diese Planungen und jeder macht auch seine Perspektive eine gute Geschäftsidee oder seine gute Geschäftsentwicklung aber es gibt keine nationalweite Vision und Planung.

00:36:54: Man vermisst den Gesprächen auch nicht.

00:36:56: Das ist, glaube ich auch so ein Thema was die beide Länder so unterscheiden.

00:37:02: Das System bedient würde ich sagen.

00:37:10: Was Sie vorhin gesagt haben, dass die jungen Lehrkräfte oder Lehrkräftallgemein sehr ehrgeizig sind und wahrscheinlich merken sie auch die Studierenden, die auch ehr geitzig sind.

00:37:27: Klischee wurde bestätigt.

00:37:30: Und welche Klische stimmen da nicht bei der Studierende?

00:37:36: Sie meinen, wenn ich an Studierenden denke wie ich die Studierendeneinordne oder ob bestimmte Klischees dort sind, die ich bei den chinesischen Studenten vermutet hätte

00:37:50: Genau, zum Beispiel klassischerweise.

00:37:52: Man sagt, dass die fleißig sind, dass sie Frontarunterricht bekommen oder wenige Innovationen sind.

00:38:00: Also das sind so die Klischee.

00:38:03: und auf der anderen Seite haben Sie ja gesagt, dass natürlich hohe Motivation ist es eindeutig erlebbar.

00:38:10: aber welche Klische hat das nicht bestätigt?

00:38:14: Und hat sich dann sozusagen bei den jungen Studierenden doch überrascht?

00:38:20: Ja gut, wenn es darum geht um Fleiß und um Intelligenz.

00:38:24: Und da würde ich jetzt mal sagen, dass beide, also Deutschland genauso wie China und China genauso wie Deutschland... Also es gibt in beiden Ländern exzellente Studierende und auch exzelle Universitäten.

00:38:37: Das ist überhaupt keine Frage!

00:38:38: Genauso gibt's auch in beiden ländern Studierenden wo man auch nachtreten muss.

00:38:42: Wo man auch die Mann wachhörteln muss oder so.

00:38:46: Also das gibts in allen Ländern Und da scheinen sich die beiden Länder gar nicht so sehr.

00:38:51: Ich glaube, was schon sehr unterschiedlich ist und das habe ich aber auch erwartet, ist einfach der Fleiß.

00:38:58: Also der Fleiss der chinesischen Studenten.

00:39:00: Das glaube ich merken oder dass der Hintergrund einfach ein bisschen ist, dass eben wo wir zu Beginn schon kurz darüber gesprochen haben, einfach der Weg hin zur Universität also die Aufnahmeprüfung sozusagen des Gaokao Das ist eben anders als unser Abitur, dass sich so über die Abiturnote setzt sich ja über Jahre zusammen und dann gibt es eine finale Abiturmote.

00:39:26: Und hier ist das ein bisschen alles oder nichts.

00:39:30: Prinzip also ich jahrelang wieder darauf hingearbeitet eben.

00:39:34: und einmal gibt es diesen großen Tag und dann gibts eben diese große Prüfung und dann eben alles oder nix genau und das setzt sich so ein bisschen fort.

00:39:43: Studierenden sind eben sehr, sehr fleißig und prüfungsfokussiert, extrem diszipliniert.

00:39:51: Ich kann mir gar überhaupt nicht vorstellen dass es irgendwie mit einem Studenten hatte ich bisher nicht das ist irgendwie mit einer Konfrontation kommen kann oder wie man das vielleicht aus deutschen Schulen ein bisschen kennt die Schüler gehen die Lehrer aufbegehren Ich kann mir das in China schwer vorstellen, also das ist schon ein dann auch Autoritäer.

00:40:16: So und die Studierenden kommen aus einem solchen Schulsystem und sind dann schon auch sehr freisig, sehr diszipliniert, dem Professor auch in einer gewissen Art und Weise höhrig.

00:40:30: Und das läuft schon alles sehr behutsam ab.

00:40:33: so, und das ist an deutschen Hochschulen da ist dann manchmal ein bisschen mehr Remi Demmi, da wird dann auch mal mit Widerworten oder Dinge die einem nicht passen und die Studenten machen Proteste

00:40:44: usw.,

00:40:44: und das gibt es hier weniger.

00:40:48: Das ist für Sie angenehmer.

00:40:50: aber wo sehen Sie vielleicht die Kirsseite?

00:40:53: Ich denke mal wenn man diese Fleiß hat, kann man wahrscheinlich gute Dinge einprägen.

00:41:00: Dinge pauken sozusagen aber ist es wirklich aus ihr Gesicht nur positiv zu sehen?

00:41:07: oder was sind die Kehrseite für das Studieren und für Erlangen vom Wissen und Erlange von Grundlage für ihre zukünftige berufliche Herausforderungen?

00:41:19: Gut ich komme natürlich aus, ich bin im Deutscher und bin als Deutscher nun in China.

00:41:25: Und vor dem Hintergrund bin auch im Hörsaal teilweise andere Dinge gewohnt.

00:41:33: wenn ein Student in Deutschland im Hörtsaal anderer Meinung ist dann hat ja häufig keine Hemmungen das zu sagen und den Diskurs einzugehen.

00:41:46: Das merke hier weniger auf, ich lerne das was mir gesagt wird.

00:41:55: So und da besteht dann zuweilen die Gefahr dass man natürlich repetiert und dass man gar nicht versucht eben sich eine eigene Meinung zu bilden.

00:42:05: aber das ist natürlich auch ein gewisses System.

00:42:07: Bedingtheit also so ein System bringt es halt mit sich.

00:42:11: hinzukommt dass die Studenten extrem jung sind.

00:42:16: Ein zwanzigjähriger Deutscher ist älter als ein zwanzijähriger Chineser.

00:42:22: Nicht biologisch, sondern einfach in seiner Erscheinung und das kann ich fast durch die Bank sagen irgendwie.

00:42:27: Die kommen mir schon auch noch sehr jung vor.

00:42:32: so.

00:42:32: und gleichzeitig merke ich aber und ich glaube dass es eine Entwicklung die sich vollzieht und ich genieße das so richtig Das Bild, das vielleicht auch manche von China noch die noch nie in China waren und dann noch vor sich haben.

00:42:48: Keine Ahnung wie die kommunistische Einheitskleidung.

00:42:52: Die jungen Menschen wollen sich schon auch zu erkennen geben Auch durch Individualität Und das merke ich einfach an der Kleidung An der wenn die Haare mal grün oder blau gefärbt sind Also dann schon auch auffallen.

00:43:09: Auffallen wollen durch ihre Erscheinung und das ist sehr nett anzusehen, so empfinde ich dass.

00:43:23: Obwohl es ein Kollektiv ist, ich glaube schon, China ist eine kollektive Gesellschaft und keine Individualgesellschaft, so viel wie vielleicht die europäische Gesellschaft mit allen Vor- und Nachteilen.

00:43:35: Und in China mit allen vor- und nachteilen.

00:43:37: aber ich glaube dass hier auch ein gewisser Wandel vollzogen wird das eben Studenten... und wenn ich jetzt sagen würde Studenten lehnen sich gar nicht gegen Professoren auf.

00:43:47: dann muss ich mich ja fast wieder korrigieren weil ich schon paar Fälle hatte wo auch durchaus ist es nicht verbal aber wo man schon auch merkte in dem was gerade jetzt getan werden soll, also dass immer mehr Individualität sich glaube ich auch durchsetzt und ich glaube das ist gerade erst am Anfang so.

00:44:07: Das wird sich immer mehr durchkaskadieren und die Gesellschaft vielleicht auch immer bunter wird.

00:44:13: Das finde ich jetzt spannend.

00:44:14: auf eine Seite haben sie jetzt in sechs Monate sehr viele innovative Sachen gesehen in China, am Produkten und sagen ja jetzt fühle ich mich nochmal selbst noch mal bestätigt weil ich das erlebt habe dass Deutschland sogar in einiger Bereich bisschen nicht aufgepasst hat dass China uns überholt hat.

00:44:31: Auf einer Seite haben sie jetzt sehr fleißige Studenten die so ein bisschen kindisch rüber kommt und natürlich individueller Kleidungstil gibt es schon zu erkennen aber immer noch Die Studenten haben sich manchmal auch selber gefragt, sind das die, die ich jetzt lehrt habe an der SCTU?

00:44:55: Und dann später, die Ingenieure sind, die zu Huawei, Tencent und BYD gehen da ums deutschen Industrie.

00:45:08: Und unsere deutschen Mittelstand am Wettbewerb anbietet.

00:45:12: Können Sie das wirklich bildlich vorstellen?

00:45:16: Wenn nicht, ich formuliere meine Frage so ein bisschen ausführlicher.

00:45:19: Wenn nicht kann es daran liegen dass die chinesische Ingenieur jetzt der erfolgreiche Produkte auf den Markt bringt sind vielleicht anderen Typen.

00:45:28: Und so dass man jetzt sagen kann, Deutschland muss man sich gar nicht fürchten.

00:45:32: Weil die jungen Ingenieure, die ich jetzt lehrt, werden wahrscheinlich nicht so erfolgreich wie die jetzige Ingenieur, die jetzt schon bei Huawei und bei BYD arbeiten.

00:45:41: oder sagen sie diese jungen Leute genau durch dieses System Kaukau unter dieser Motivation beim Studieren und dann später vielleicht durch andere Wunderbare Wandlungsprozesse werden sie total schlau und gefährlich für den deutschen Wettbewerb.

00:46:02: Haben Sie manchmal überlegt, wo könnte sozusagen diese Geheimnis von der chinesischen jungen Mitarbeiter sein oder junge Generationen sein die diese Wirtschaft ihr Erfolg trägt und vielleicht auch weiterführt?

00:46:21: Gut, das ist natürlich jetzt... da würde ich mich jetzt in gefährliches Terrain wagen.

00:46:26: Ich weiß es mehr ein Bauchgefühl als wirklich wissenschaftlich zu bestätigen.

00:46:34: Es gibt bei den aktuellen chinesischen Studenten die ich erlebe aber auch, ich unterrichte gleichzeitig auch noch an der Universität Rostock Ich mache das natürlich zur Zeit auch recht digital, weil ich nicht irgendwie ständig darüber fliegen kann und so weiter.

00:46:49: Aber so viel ist halt passt.

00:46:50: wenn ich in Deutschland bin dann kann ich auch nach Rostock fahren und wenn ich hier bin muss es halt digital sein.

00:46:54: Und jetzt gibt's sowohl in Rostocks als auch hier gibt es extrem gute aber auch durchaus auch da wiederum schwächere Studenten So und das ist glaube ich was ganz normales.

00:47:06: Ob die Generation an Ingenieuren Businessleuten, die eben jetzt in der Wirtschaft sind oder die in die Wirtschaft kommen werden und so verstehe ich Ihre Frage.

00:47:20: Ob sie sich unterscheiden?

00:47:22: Das kann ich ehrlich gesagt gar nicht so richtig sagen das weiß ich nicht.

00:47:25: da müsste ich mutmaßen aber Ich kann mir nicht vorstellen dass Dann müsste das ja auch für Deutsch, dann müsste es ja... Warum sollte das in Deutschland dann anders sein?

00:47:36: Dass eben in Deutschland heute die Ingenieure, die heute fertig wären oder die Studenten, die im Heute in den Arbeitsmarkt kommen.

00:47:43: Ich glaube sie haben einfach andere Kompetenzen und andere Fähigkeiten und Fertigkeiten als vielleicht die Generation davor.

00:47:50: Und ich glaube dass kaskaliert sich durch die Generation so durch.

00:47:53: Aber was man glaub ich nie vergessen darf China ist ein Land von eins, vier Milliarden Menschen.

00:48:03: Ich kann es gar nicht genau sagen wie viele Studenten jährlich in den Arbeitsmarkt entlastet werden und selbst you name it welche Zahl der Studenten.

00:48:14: wo sie dann sagen würden naja ob das jetzt die Zukunft ist weiß ich nicht genau aber es werden bei der Anzahl der Masse auf jeden Fall genügend Leute dabei sein dass eben die Innovationskraft, Innovationstärke Chinas auch in Zukunft gewahr bleibt.

00:48:32: Da würde ich mir ehrlich gesagt überhaupt keine Sorgen machen.

00:48:34: Das kann ich mir nicht vorstellen.

00:48:35: Ich zähle noch ein bisschen darauf Ich denke, da werden Sie sicherlich schon gehört haben in China.

00:48:42: Die die soziale Wandlung ist ja sozusagen synchron wie die Wirtschaftswandelung auch in der Wirtschaftsentwicklung auch und es gibt viele neue Trends, die in der Gesellschaft, die sehr stark schon europäische amerikanischen Gesellschaft engelt, zum Beispiel Es gibt da durchaus eine hohe Arbeitslosigkeitsquote unter der jungen Leute, die zum Teil nicht nur manges Arbeitsplätze begründet ist und dann einfach dass sie vielleicht manges Motivation sind.

00:49:19: Und auch vielleicht eine andere Art von Beschäftigung vorzieht als normale Anstellung zu gehen sondern machen lieber Freelancer Jobs und dann Tageslöhne zu sein obwohl wir sie tolles studiert haben.

00:49:32: das sind natürlich Trends, die immer mehr festgestellt haben.

00:49:37: Aber ich darf stimm mich ihnen zu, weil die Gesamtmasse natürlich groß ist, ist die Menge von Ingenieur oder Absolventen jetzt in diese Top-Unternehmen gehen, wie BYD Huawei immer noch sehr ausreichend oder mehr als ausreichender sein.

00:49:55: Das ist natürlich auch richtig.

00:49:57: und die, die sozusagen Tore schaffen in dieser Unternehmen zu gehen sie werden natürlich durch eine so umheimliche Wettbewertstrieb sozusagen gejagt, weil diese hohe... Sie bekommen sehr gut bezahlte Jobs.

00:50:14: Aber dieser Druck im Job ist auch unheimlich hoch.

00:50:18: Das ist so ein bisschen vergleichbar.

00:50:19: Ich bin selber nicht in den USA gearbeitet.

00:50:22: aber ich denke das ist vergleichba wie solche Top- und Unternehmer in Silicon Valley auch ähnlich haben.

00:50:29: Ja, das kann ich ehrlich gesagt so von deutschen Hochschulen auch gar nicht.

00:50:35: Wir haben zum Beispiel bei uns an der Business School ein Xiaomi Talent Programme.

00:50:41: Das heißt... Wir arbeiten mit Xiaomi eben zusammen.

00:50:45: Sie haben ja Ihr Headquarter in Beijing, aber haben auch eine Niederlassung hier in Shenzhen und wir arbeiten eng mit denen zusammen.

00:50:52: und dass wir sogar mit denen gemeinsam diskutieren welche Studenten braucht ihr eigentlich?

00:50:59: Wie sollen die Studenten also was ist eigentlich das, was ihr von den Studenten erwartet?

00:51:04: Was müssen sie mitbringen?

00:51:05: Also sprich, dass wir unser Curriculum da entsprechend anpassen können.

00:51:10: Und das ist, ich war zuerst verwundert und habe mir gesagt, da war die so ein bisschen Universität, Universitas.

00:51:18: Also man bildet auch so ein bissel der humanen wissenschaftliche Gedanke, eine breite Ausbildung usw.

00:51:26: Ne, dass man schon ausschaut was wollt ihr Unternehmen eigentlich?

00:51:29: Weil die Universität hier sagt schon Unsere Zielunternehmen, also dass man auch so ein bisschen kundenorientiert denkt.

00:51:37: Wir sind eigentlich unsere Zielunternehm für unsere Studenten, also für unser Produkt und das sind insbesondere die Unternehmen hier in der Greater Bay Area.

00:51:46: Also Shenzhen, Hong Kong, Macau, Guangzhou... Genau, dass diese Area mit den Studenten insbesondere auch abgedeckt werden soll.

00:51:56: Das dafür, dass dieser Markt auch da ist und man sich ganz bewusst an diese Unternehmen wendet und sagt was ist eigentlich euer Bedarf?

00:52:03: Und das zweite, Studenten die bei uns in der Business School studieren müssen ein Pflichtpraktikum machen.

00:52:13: Das kenne ich aus Deutschland.

00:52:14: ehrlich gesagt auch, dass es durchaus auch ein Mitteil des Studiums ist.

00:52:18: Das ist hier in China anscheinend nicht gang und gäbe.

00:52:21: Es gibt Studenten, die das durchaus machen aber da versuchen wir uns an dieser Business School eben auch so ein bisschen mit abzuleben.

00:52:27: erstens dass unser Programm komplett in englischer Sprache ist.

00:52:30: also die studenten studieren nicht auf chinesisch.

00:52:33: ich spreche leider kann mandarin würde gerne euch versuche aber irgendwie komme ich nicht dahin sondern das ist komplett in Englischer sprache.

00:52:43: Und gleichzeitig eben, dass man versucht eben das die Studierenden auch im Studium schon mitbekommen sollen.

00:52:49: Was heißt es eigentlich?

00:52:50: Ich war jetzt freitag noch bei einem Unternehmen in Nanchan ein Stadtteil hier von Shenzhen den ich besucht habe der mir das Unternehmen gezeigt hat.

00:52:58: Ich hab mit seinen Vorgesetzten quasi gesprochen und so weiter um so ein bisschen zu sehen irgendwie wie machen sie sich dort und vor dem Hintergrund?

00:53:07: Ich glaube schon, dass wir versuchen einfach auch den Bedarf der Zukunft eben auch entsprechend in der Lehre zu verwirklichen.

00:53:16: Und Sie sagen Sie unterrichten aber jetzt gleich die Lehre ja auch an der Hochschule oder an Universität Rostock?

00:53:26: Was sind die Fächer, die Sie in Rostrock und in Schönsel unterrichten?

00:53:31: Also ich mache In Shenzhen mache ich zurzeit Brandmanagement, so heißt es halt Markenführung und strategisches Management.

00:53:42: Und ich biete in Rostock habe ich einen Kurs also auch ganz interessant.

00:53:48: der ist ein bisschen geframed mit don't be afraid what can we learn from Chinese companies?

00:53:56: Das ist ein sehr kleiner Kurs und Marketing in der Praxis heißt das Und die Studierenden müssen sich nehmen theoretischen Dingen, die wir dort machen und so weiter.

00:54:07: Müssen sich aber als eine große Aufgabe in dem Kurs ein chinesisches Unternehmen vornehmen also ein bekanntes erfolgreiches Unternehmen wie beispielsweise Xiaomi Und müssen eine Best-Practice-Analyse machen.

00:54:23: Also müssen, what can we learn from Chinese companies?

00:54:27: Ich versuche und so versuch ich mich auch zu positionieren also an der Brücke zwischen China Deutschland, Deutschland, China.

00:54:35: was können wir, also Deutschland, was kann Deutschland von chinesischen Unternehmen lernen aber vielleicht auch genauso gut umgekehrt.

00:54:42: Was kann ich hier mit reintragen?

00:54:43: Was kann nicht basierend auf meiner Erfahrung was ich eben mitbringe.

00:54:51: Was kann ich hier eintragen?

00:54:53: Aber was kann ich gleichzeitig auch mitnehmen?

00:54:54: oder was können deutsche Studierenden vielleicht auch mit nehmen, so und genau eine Best Practice Analyse.

00:55:00: Und da sind eben unterschiedlichste Unternehmen.

00:55:01: Ich bin selber ganz gespannt die machen das, die sollen das ganz strukturiert machen nach einem Schema auch abarbeiten und wirklich analysieren.

00:55:11: Warum ist BYD so erfolgreich?

00:55:13: Warum ist Xiaomi sehr unfassbar?

00:55:16: in welcher Zeit und mit welcher Geschwindigkeit, bei welcher Perfektion die in den Markt gekommen sind oder Shane als Plattform.

00:55:31: Das sind alles Unternehmen, die so präsent sind.

00:55:36: das ist vielleicht auch noch im Westen.

00:55:41: Ich mache das auch mal gerne mit Studierenden und so weiter.

00:55:43: Jedes Unternehmen ist ja auch anders, wodurch sind?

00:55:47: wenn ich zum Beispiel zum Thema Markenführung die Marke Tesla ist sicherlich sehr stark geprägt über eben den CEO Elon Musk Wenn man chinesische studieren, aber das wäre in Deutschland wahrscheinlich genauso.

00:56:00: Wenn ich nach dem CEO von Mercedes oder BMW fragen würde, könnte wahrscheinlich keiner nennen.

00:56:06: Es sei denn, man beschäftigt sich irgendwie mit der Automobilindustrie.

00:56:08: Aber die Breite wird es nicht wissen so.

00:56:11: Das heißt für manche Marken ist der CEO total wichtig?

00:56:14: Ich glaube Tesla lebt ganz stark eben auch über Elon Musk oder hat gelebt genau wie Apple über Steve Jobs gelebt hat.

00:56:20: und so gibt es ja auch in China.

00:56:23: Akteure von Jack Ma über You Name It gibt es die Akteuren, die in China jeder kennt.

00:56:29: Jeder!

00:56:30: Die aber im Westen interessanterweise.

00:56:32: Steve Jobs kennt jeder, aber Jack Ma wird nicht jeder im Weste kennen und das ist eine Frage der Zeit.

00:56:39: Eine Frage derzeit wann sich das wirklich stärker... Solche Themen sind ja eher Soft-Themen dass sie eben auch stärker So ein Imperium, das eben der Steve Jobs aufgebaut hat.

00:56:55: Dass eben genug Akteure in China sind die auch ein ähnliches Imperium aufgebaut haben aber die nicht so bekannt sind und daran zu arbeiten Studenten in Rostock zu sensibilisieren.

00:57:07: ich versuche immer Werbung zu machen ihr müsst hierher kommen Wenn ihr ein Auslandsemester macht, dann kann das nur China sein.

00:57:14: Geht bitte nicht irgendwo hin wo ihr meint da könnt ihr schön Urlaub machen oder sowas.

00:57:19: in China kann man auch schön Urlaube machen aber in China kan man vor allem viel lernen und genau und das einfach zu spüren was hier passiert in dem Markt

00:57:27: weil sie ja Marketing lehren auch in China.

00:57:30: Marketing ist ein Bereich.

00:57:33: deswegen frage ich ein Bereich, wo sehr stark in Zukunft durch KI revolutioniert werden.

00:57:38: Viele Tätigkeit angefangen vom Textschreiben

00:57:43: usw.,

00:57:44: das kann sehr stark durch einen KI durchgeführt werden.

00:57:48: und in KI ist wiederum ein weiterer Raum, wo in Deutschland natürlich sehr viel Skepsis kommt und das Verlust von Arbeitsplätzen.

00:57:57: Wie ist da die Einstellung von den jungen Leuten, die jetzt im klassischen Sender studieren?

00:58:04: Marketingstudien und dann wissen wohl das KI vieles KITools.

00:58:10: Jetzt gibt die ihre Arbeit vielleicht später streitig machen.

00:58:13: Gab es da und Haltung und Diskussionen über dieses Thema?

00:58:20: Ich glaube gut, dass wird ja in allen Bereichen besprochen.

00:58:25: ob ich Braucht es noch den Rechtsbeistand wie in der Vergangenheit?

00:58:30: Braucht das noch den Steuerberater, wie in einer Vergangen- heit.

00:58:34: Braucht ist noch den Arzt in der Form wie eine Vergangenheid weil die KI die Krebsdiagnose viel genauer machen kann.

00:58:43: ich glaube Es geht eher darum den Studenten beizubringen wie wir die KI also Artificial Intelligence intelligent nutzen Wie wir sie für uns nutzbar machen und auch im Marketing nutzba machen.

00:58:57: Da ist China auch wiederum sehr zentral.

00:59:03: Also da wären wir schon angehalten, so im Grunde das gesamte Programm Artificial Intelligence muss nicht nur im Titel es muss auch im Inhalt auftauchen also dass das Thema Artificial intelligence eben auch in die Lehre total hineinkaskadiert.

00:59:23: Aktiv

00:59:24: damit arbeiten, aktiv damit auseinandersetzen.

00:59:29: Genau genau und das ist ja auch so ich meine der Alltag der Studierenden wenn ich mache viel mit Gruppenarbeit und Präsentationen usw.

00:59:36: da merke schon die Studenten auf jeden Fall KI an und dann muss man eben intelligent mit umgehen auch in der Lehre dass hinterm Karn führen lässt, also dass man da, dass die irgendwas verkaufen was nicht von ihnen stammt oder so und das sieht alles schön aus.

00:59:56: aber eine KI hat es gemacht.

00:59:58: Das muss schon auch... Das muss man schon auch vernünftig einordnen können.

01:00:03: Wir müssen einfach dahin KI vernünftig zu nutzen, in der Lehre vernünktig zu benutzen und die Studenten dafür zu sensibilisieren wie man eben auch vernüftig mit KI umgeht das als Chance zu begreifen und nicht als Risiko zu begrafen.

01:00:18: D.h.,

01:00:19: die Student haben ... Können Sie überhaupt keinen Bedenken spüren?

01:00:22: Dass sie sagen durch KI haben wir später wahrscheinlich schlechte Berufschancen oder dass spülen Sie nun oder gar nicht.

01:00:33: Das ist schon klar, dass sich Dinge verändern werden.

01:00:39: Aber gut, vielleicht sehe ich das jetzt auch durch die rosa-rote Brille.

01:00:42: Sondern dass eben eher die Bereiche vielleicht eh repetitiv sind oder die vielleicht nicht mehr... Dass sie natürlich in erster Linie erstmal von KI und so weit übernommen werden können aber dass man das eher als Chance begreift.

01:00:56: Es werden Dinge wegfallen, aber dafür werden neue andere Sachen kommen!

01:00:59: Und es war immer so, dass Dinge weggefallen sind und andere Sachen gekommen sind.

01:01:04: Das ist glaube ich Teil des Games, Teil der Spiels.

01:01:10: Was haben Sie Ihnen schon beobachtet?

01:01:12: Dass sie sofort nach Deutschland weitergeben würden wenn man ihnen dort zuholen würde.

01:01:17: Sie haben ja viel gesagt von Fassungslosigkeit, Eindrücke.

01:01:21: Junge Leute haben Sie beobachtet und vielleicht auch ein bisschen Gedanken gemacht was die junge Leute vielleicht noch besser sein können also wie sie noch besser sagen können durch vielleicht selbstständigere Denke und Artikulier.

01:01:38: Aber was würden Sie dann nach Deutschland widerspiegeln, aus den sechs Monaten China auch enthalten?

01:01:49: Ich habe mir natürlich die Frage gestellt das ist auch mit Grund ehrlich gesagt warum ich die Chance auch ergreifen wollte eben nicht nur Helikopter China-mäßig einzufliegen, hier alles aufzuwühlen oder wieder wegzufliegen und meinen der große Chinahexperte zu sein.

01:02:05: Sondern es wirklich zu erleben.

01:02:07: also was heißt das?

01:02:08: Und dass nicht punktuell wenn ich sonst als VDA hierher.

01:02:13: wir haben die Leute und dann wurde man quasi Termin getaktet von einem zum anderen und da hat man Gespräche geführt, Dargesprache geführt und dann wieder zum Flughafen nach Hause geflogen.

01:02:23: Ich habe ja hier nicht gelebt oder den Alltag.

01:02:26: Alles das, was eben auch so ein Alltag mit sich bringt vom Supermarkt über die Putzleute, über irgendwelche... Was weiß ich?

01:02:33: Was man somit bekommt irgendwie und zu erleben, was heißt eigentlich China Geschwindigkeit, also China Speed und Shenzhen Speed Und auch zu erfahren wollen, das lernen zu wollen, woher kommt das eigentlich so?

01:02:47: Da glaube ich schon dass da unterschiedliche Dinge miteinander verwoben sind, die eigentlich China immer wieder das Attribut Speed oder das Substanziv-Speed zu führen lässt.

01:03:03: Also schnell zu sein!

01:03:05: Warum ist man schnell?

01:03:06: Und da ist sicherlich so meine Erkenntnis nach der Zeit.

01:03:11: Da spielt natürlich das System mit einer Rolle.

01:03:15: Das chinesische System ist nicht gemacht für großartige Debatten und Diskussionen usw.

01:03:21: sondern für die Umsetzung, es wird werden Pläne erstellt.

01:03:24: wir haben eben über den fünf Jahresplan gesprochen und dass man eben versucht das dann auch umzusetzen.

01:03:33: Ja, in vielen westlichen Ländern jahrelang über Dinge diskutiert.

01:03:38: Wir wissen was in Deutschland notwendig ist aber wir tun uns so schwer in der Umsetzung und das ist eben hier anders alleine durch die Zentralisierung.

01:03:48: Aber ich glaube... Das ja?

01:03:51: Es ist schon ein Urteil.

01:03:54: wenn Sie sagen, also ich übersitze mal mit meine Worte.

01:03:58: Wenn wir sagen Ich finde, China-Speed ist keine Strategie.

01:04:02: China-Speed ist eher das Ergebnis von was China macht oder was chinesische Unternehmen macht und das ist dann das Ergebnis, was wir erleben.

01:04:12: Das ist China-speed die Grundlegende alles.

01:04:15: einen Grund haben sie gesagt dass es das System dieser zentralistischen Systeme das ist der Grund aber ist das schon fast ein Urteil des Deutschlandes nicht schafft?

01:04:27: Ich wollte noch weiter.

01:04:28: Das ist ein Punkt, dass die strukturelle Voraussetzung eine andere ist.

01:04:35: Wir haben eher auch mit allen Vorteilen – eine Diskussionskultur hat Vorteile und Nachteile.

01:04:44: Der Nachteil ist eben die fehlende Geschwindigkeit.

01:04:47: Was man noch viel entscheidender ist und vielleicht beantwortet, dass dann die Frage ist glaube ich eine Mentalitätsfrage.

01:04:53: Und das sind Dinge, die ich eben beobachte.

01:04:56: Das ist als wir uns kennengelernt haben, habe ich auch schon mal kurz darüber gesprochen.

01:05:00: wenn ich hier in der Wohnung, in der ich wohne aus dem Fenster schaue da werden neue Häuser gebaut und da läuft wirklich die Baustelle läuft Tag und Nacht.

01:05:12: Tag und nacht in drei Schichten.

01:05:15: Speismischer, da wird gemacht und getan.

01:05:17: Und ich kann quasi zuschauen wie das Ding wächst so.

01:05:21: Wenn ich da dann wiederum Infrastrukturprojekte bei uns sehe ist es eben schwierig.

01:05:25: Ein anderer Punkt ist diese auch wenn sie nicht geliebt ist auf die chinesischen Studenten wollen nicht vierundzwanzig Stunden am Tag sieben Tage die Woche arbeiten auch da.

01:05:36: aber Es gibt eine völlig andere Bereitschaft und Diskussion.

01:05:42: Wir reden über Work-Life Balance.

01:05:44: Ich auch gerne, also ich nehme mich da gar nicht aus.

01:05:48: Aber hier gibt es eben nach wie vor diese nine-nine-six Kulturmentalität die teilweise auch nach wie vorher gelebt wird, sprich von neun bis neun sechs Tage die Woche.

01:06:01: Ja genau und das ist... ich weiß dass wird alles.

01:06:04: auch in China wird das Kontrovers diskutiert.

01:06:07: Es ist aber die Bereitschaft da das zu tun.

01:06:10: Jetzt kann man sagen in Deutschland, naja bei uns war auch mal die sechs Tage Woche dann sind wir auf fünf Tage runter gegangen jetzt diskutieren wir halt die vier Tage Woche.

01:06:20: Ja wie haben das im Frühjahr in Deutschland durch Produktivitätsteigerung vielleicht auch wegmachen können?

01:06:24: Wir sind heute beim Nullwachstum.

01:06:26: Das ist einfach wenn jemand fünf Tage ins Fitnessstudio geht und der andere geht nur zwei Tage ins fitnessstudio Dann werden sie es irgendwann sehen.

01:06:35: Und das ist eben in China, in China wird hier fünf Tage oder sechs Tagen ins Wettestudio gegangen und in Deutschland vielleicht nur noch zwei Tage.

01:06:42: Und dann setzt man halt irgendwann Speck an und dann wird man irgendwann vielleicht mal ein bisschen träger oder sowas als es andere werden.

01:06:48: Ein weiterer Punkt ist auch nicht zu unterschätzen dass Dinge selbstverständlich sind die bei uns nicht selbstverständig sind.

01:06:56: Das eben Feiertage beispielsweise.

01:07:00: wir hatten jetzt jüngst war doch der My Labor Day.

01:07:04: Genau, Labor Day da wurden eben Feiertage während der Woche wie selbstverständlich wurde dann am Wochenende, am Samstag und Sonntag war hier Vorlesung.

01:07:14: Ich könnte mir das an einer deutschen Universität gar nicht vorstellen.

01:07:17: bei uns ist die Diskussion ja genau andersherum.

01:07:19: wenn ein Feiertag auf dem Wochen auf einem Wochenende fällt fordern wir in der Tat Gewerkschaften zu sagen Ja, da muss das aber nachgeholt werden während der Woche.

01:07:28: Weil das Wochenende hätte ich ja eh frei!

01:07:30: Dann muss doch der Feiertag während der Woche nachgehult werden.

01:07:33: Also genau anders gesetzte Diskussion und es ist nicht der einzelne Punkt sondern die Summe aus zentralen Entscheidungen schnellen Entscheidung die Willensbereitschaft zu tun und hinzu kommt auch Da gibt es ja sogar in der chinesischen Gesellschaft auch einen Begriff für diesen – ich weiß nicht, ob ich das richtig ausspreche – Neishuan.

01:07:59: Also sprich so eine Verinnerlichung eines Wettbewerbs.

01:08:04: Ich weiß, ich bin im Wett bewerbt mit anderen und deswegen muss sich immer versuchen besser zu sein.

01:08:09: So eine hyper-kompetitive Haltung die eben da ist.

01:08:15: Ja.

01:08:15: Darf ich mal

01:08:16: noch einhalten?

01:08:17: Und ich finde, dass ist ja fast….

01:08:19: Ich sage man noch Draßtische als ich vorher gedacht habe, weil ich setze in irgendeine Position und sage, ich schätze sie ja auch so ein.

01:08:29: Sie sind analytischer und reflektierender Mensch und haben das festgestellt.

01:08:35: In China viele Neuigkeiten entstanden.

01:08:38: jetzt gerade hier und wo wir in Deutschland vielleicht eine systemische Unterschiede haben ist nicht zentralistisch.

01:08:44: deswegen schon einen Grund, warum wir nicht die China-Speed haben.

01:08:49: Und da anstellen sie wer fest und Sie haben ja vorhin ausführlich vorgestellt, dass die Motivation Bereitschaft nicht da ist.

01:08:57: Das ist natürlich noch ein Punkt wo man noch schwer anzusetzen ist.

01:09:03: dagegen macht es sich das nicht so bisschen zu einer Machtlosigkeit, so bisschen Ratlosigkeit was Deutschland daraus machen kann?

01:09:16: Ich hoffe, dass ich nicht naiv bin.

01:09:17: Aber das hat was mit Wachröpeln zu tun!

01:09:22: Wenn Sie immer noch in Ihrem Sessel sitzen und Ihnen geht es eigentlich auch ganz gut und Sie denken vielleicht habe ich ein paar Faltenspeck zu viel?

01:09:29: Die müssten mal wegtrainiert werden.

01:09:30: aber noch gehts ja gut.

01:09:31: Noch bin ich ganz agil und noch bin ich ja ganz sportlich.

01:09:33: Aber wenn sie immer mehr in der andere Welt besser wird, dann muss man aufstehen.

01:09:39: Und die Diskussionen, die ja auch geführt werden... Problem nicht erkannt ist, aber dass irgendwann auch das Wachrütteln einfach da ist.

01:09:53: Vielleicht muss man noch mehr einen Leidensdruck spüren um sich zu verändern?

01:10:01: Dass vielleicht der Veränderungswille immer noch nicht so da ist, dass man denkt naja es funktioniert ja immer noch und eigentlich geht's mir ja noch ganz gut!

01:10:09: Aber irgendwann, dass Ich höre, dass der andere besser ist oder das der andere immer besser wird.

01:10:17: Sondern ich merke es immer mehr in meinem Alltag weil vielleicht unsere Wirtschaft immer weniger funktioniert.

01:10:23: oder in der Automobilindustrie beispielsweise wir sind ja gerade erst am Anfang!

01:10:27: Ich bin fest davon überzeugt in fünf Jahren werden wir genauso BYDs auf deutschen Straßen sehen wie wir heute Teslas auf deutschen Strassen sehen werden.

01:10:35: die kommen hier gerade erst nach und da sind ja grade erst eingestiegen.

01:10:38: Und BYD is nicht der einzige sondern dass ich wirklich auch im Alltagsbild immer mehr einfach chinesische Produkt habe.

01:10:45: Und das darf vielleicht irgendwann...

01:10:49: Meine Sorge ist, Deutschland oder westlichen Ländern nutzt immer noch die Möglichkeit China sozusagen vor der Zaun zu halten so bisschen die chinesischen Mauer zu bauen, dass man von BYD sehr viel Zoll zu verlangen dadurch den eigenen Markt zu schützen anstatt umständlicher Weg, sich anzustrengen zu wählen.

01:11:12: Das ist das was ich so ein bisschen sehe.

01:11:14: und auch das einfache Geld zu organisieren ob man Staatsverschulung oder Sondervermögen organisiert dass da kurzfristig Geld da ist, das dann sozusagen bequeme bekommt in der kurzfristige Perspektive.

01:11:29: aber langfristig, dass man nicht wirklich die Konsequenz zieht und bestimmte Maßnahmen einleitet strategische Ausprägung hat oder eine längere perspektivische Auswirkungen hat.

01:11:46: Aber kurzfristig, dass man schon irgendwie in Kauf nehmen müsste mit Vorgangunehmlichkeit.

01:11:52: Das vermisse ich auch in Deutschland.

01:11:54: aber wie gesagt das ist das was mich so ein bisschen zu Quassungslosigkeiten macht

01:12:01: Wenn ich in meiner ehemaligen oder in meiner damaligen Rolle, wenn ich zuweilen mit Zulieferern gesprochen habe, natürlich nicht alle.

01:12:11: Das sind ja auch alles intelligente Unternehmen, intelligente Menschen die in diesen Unternehmen arbeiten und die auch genug internationale Expertise natürlich haben.

01:12:20: aber vielleicht manchmal – das hab' ich durchaus eben auch im manchen Gesprächen mitgenommen dass man das so ein bisschen, wenn man das in den letzten Jahrzehnten betrachtet.

01:12:32: Ja... Ach Gott!

01:12:33: Da gab es die japanische Herausforderung, da gab's die koreanische Herausforderungen, jetzt ist es die chinesischen Herausforderung.

01:12:39: also wir sind da immer gut durchgekommen und das hat uns letztendlich immer nur stärker gemacht.

01:12:46: Ich hoffe, dass auch diesmal so ist aber ich glaube was hier verkannt wird.

01:12:52: Natürlich hat es in der Vergangenheit auch immer Innovationen gegeben, und das hat auch in der vergangenheit immer Veränderungen gegeben.

01:12:57: Die Japaner die mit exzellenten Produktionsprozessen Kaisinnen und wie das alles seinerzeit eben auch genannt wurde, eben den Wettbewerb aufgerüttelt haben... ...die Koreaner, die dem Wettbetrieb aufgerittelt haben usw.. Die Chinesen rütteln nicht den Wettebewerbsauf, dass ein neuer Anbieter im Markt ist sondern wir haben parallel eine fundamentale.

01:13:20: Wir sprechen nicht über Innovation, sondern über Disruption.

01:13:24: Und Disruption ist was anderes als Innovation.

01:13:27: Was heißt Disruption?

01:13:29: Disruption heißt alte Geschäftsmodelle verschwinden und neue Geschäfts-Modelle entstehen.

01:13:35: Ganz simpel gesprochen... Heute kauft sich keiner mehr eine Videokassette.

01:13:40: heute streamt jeder die Taxifahrer in Berlin am Flughafen oder in Shenzhen an dem Flughaf sind, wahrscheinlich nicht freudig über Uber- oder über Didi.

01:13:51: In China fährt man ja Didi um kein Uber.

01:13:55: Das hat es früher nicht gegeben was nicht möglich war.

01:13:58: heute gibt es das weil es was möglich ist oder die Hotellerie die nicht glücklich ist über Airbnb sondern so.

01:14:08: Da ist ein neues Geschäftsmodell entstanden, was vorher gar nicht da war und das verdrängt alte Geschäfts-Modelle.

01:14:14: Und wir haben die Parallelität dass ein Land wie China mit einem riesen Markt vor der Haustür gleichzeitig disruptive Technologien in den Markt bringt also ein Angebot hat was die anderen überholt weil es andere Geschäftsfelder verdrängen gleichzeitig in den Markt kommt.

01:14:35: Das heißt, China hat Angebot und Nachfrage in der Hand.

01:14:40: Und das macht den großen Unterschied zu Japan- und Südkorea.

01:14:44: SüdKorea hat keinen eigenen Markt.

01:14:46: Natürlich gibt es einen südkoreanischen Markt aber der ist genau wie der deutsche Markt.

01:14:49: Der im Weltmaßstab ist natürlich...

01:14:55: Nicht groß?

01:14:56: Ja

01:14:57: nicht groß!

01:14:58: Da ist eben China... So und das ist schon meine Sorge dass dass das ein bisschen verkannt wird, was da eigentlich für einen Tsunami gerade unterwegs ist.

01:15:10: Das ist eben China mit einem Angebot und einer Produktpalette mit Technologien die disruptiv sind.

01:15:20: also wir leben nicht in einem Innovationszeitalter Wir leben in einem Disruptions-Zeitalter.

01:15:26: Ich möchte noch mal an den Punkt kommen, was vielleicht so ein bisschen aus meiner Augen zu.

01:15:34: Ich finde, in China vermisse ich noch eine adäquate Internationalität die so eine Wirtschaft braucht.

01:15:43: Sie sind jetzt als Hochschulprofessor, als Deutscher dort.

01:15:46: Das ist nöblich aber das ist absolut selten.

01:15:51: Ich kenne die Internationalität im Vergleich zu der wirtschaftliche Bedeutung, Schänsens für die Welt ist deutlich hinterher.

01:15:58: Wie sehen Sie das?

01:16:00: Das finde ich wiederum als ein Wettbewerbsnachteil für China.

01:16:04: Ja ja sie haben völlig recht!

01:16:06: Ist die Frage ob China das zum jetzigen Zeitpunkt auch schon so benötigt?

01:16:10: Ich habe das Gefühl dass man manchmal auch gar nicht... Dass man manchmal das auch gar nichts so sehr will sondern China möchte kein Einwanderungsland sein China möchte nicht sein, das ist mein Eindruck.

01:16:26: China hat ja in manchen Bereichen ähnliche Probleme die auch Deutschland hat.

01:16:30: Deutschland hat Probleme was seine Alterspyramide angeht also dass wir eben Deutschland eine alterne Gesellschaft aber China genauso.

01:16:41: Und die Frage, wie löse ich das Problem?

01:16:43: Bei uns in Deutschland ist das Lösungsproblem eher wir müssen Einwanderungslern sein.

01:16:49: Wir brauchen Pflegekräfte aus dem Ausland und wir brauchen Kräfte, die den zukünftigen Job auf wahrnehmen können, in welcher Form auch immer.

01:16:56: Deswegen brauchen wir qualifizierte Einwänderungen.

01:16:59: China geht das Thema nicht an mit qualifizierter Einwarnerung sondern China geht es technologisch an durch Innovationen zu versuchen, Arbeitskräfte zu ersetzen.

01:17:07: Ich hatte eben schon von Pflege Pflegekräfte gesprochen, dass man auch versucht da mit humanoiden Robotern und so weiter Dinge eben auch auffangen zu können.

01:17:17: Aber das ist trotzdem ein total interessanter Punkt den Sie ansprechen weil nicht nur das ich Werbung mache an deutschen Hochschulen.

01:17:26: Liebe Leute wenn ihr über das Ausland nachdenkt es kann nur eine Form also es kann einen Auslandsjahrsemester geben.

01:17:33: Das müsst Ihr in China machen an Wirtschaft interessiert seid.

01:17:37: Wenn ihr das einfach nur macht, weil ihr nicht wisst was ihr sonst machen sollt oder sowas keine Ahnung da macht was er wollt.

01:17:42: aber wenn hier wirklich ein wirtschaft interessiert sein dann kann es zurzeit nur einen land geben.

01:17:46: Das ist das ist einfach das mitzuerleben das muss hier sein und Da wundere ich mich auch in der tat auch bei uns an der business.

01:17:54: cool Wir haben wir haben ausländische studenten Aber viel zu wenig viel zu weniger.

01:18:00: Ich sage Auch den chinesischen Studenten, wenn ihr irgendwie die Chance habt ins Ausland zu gehen.

01:18:08: Tut das!

01:18:08: Macht das einfach um broaden your horizon.

01:18:13: Einfach um zu sehen gar nicht um das Inhalts willen sondern einfach diese kulturelle Erfahrung zu haben an einem anderen Ort zu sein eine andere ein anderes System eben auch mitzunehmen.

01:18:25: also dass wird euch so viel geben fürs Leben.

01:18:28: und ein letzter Punkt habe ich auch schon viel mit Kollegen darüber gesprochen, eigentlich China hat total viele Hard Facts.

01:18:39: Ich könnte zehn Punkte wo China einfach führend ist was vielleicht noch fehlt sind Soft Facts, Soft Fax der Begehrlichkeit und das gibt... Das könnte China machen aber ich habe das Gefühl wollen die gar nicht so sehr.

01:18:57: Da gibt es sogar ein Begriff zu.

01:18:59: Ich wollte da demnächst auch eine Arbeit zu vergeben, also eine Bachelorarbeit China Maxing dass man versucht das was die USA immer hatte nämlich das Land der unbegrenzten Möglichkeiten vom Tellerwäscher zum Millionär, vom Tellerväschers zum Millionäre, von Freiheit und so weiter das Freireisen.

01:19:19: So ein bisschen Soft Power Livestar wässig in die Welt verbreiten Ganz

01:19:23: genau, ganz genau.

01:19:24: Das wäre zur Zeit – und da habe ich mir Kollegen darüber gesprochen – das wäre zurzeit weil die Software-USA, da müssen wir jetzt gar nicht darüber reden dass sie sich selber gerade beschädigt, das wäre eine riesen Chance für China oder eine Riesenmöglichkeit, genau in diese da reinzugehen.

01:19:42: so Ich erlebe es viel zu wenig, dass junge Studierende, das kennen Sie selbst oder junge Abiturienten oder gerade Schulabgänger, die gerne nochmal ein halbes Jahr durch die Welt reisen wollen.

01:19:54: Wir reisen nach Australien, reisen keine Ahnung quer durch Europa und so weiter.

01:19:58: Aber die wenigsten packen in den Rucksack und reisen durch China.

01:20:03: So jetzt kann man sagen ja das ist der Sprachproblem aber das habe ich woanders auch wenn ich wie nachdem durch welche Länder ich reise.

01:20:11: es ist schon eine Frage der will China das?

01:20:15: Und da hab' ich manchmal das Gefühl das ist auch gar nicht so sehr gewollt sich dazu öffnen und zu sagen, wir wollen uns... weil das Land der unbegrenzten Möglichkeiten kann China eigentlich genauso sein.

01:20:26: Ich kann auch vom Tellerwäscher zum Millionär.

01:20:28: da gibt es so viele Lebensgeschichten dass Menschen in Armut aufgewachsen sind und heute durch Ideen, durch Gedanken

01:20:37: usw.,

01:20:39: sich ihr Leben quasi aufgebaut haben.

01:20:43: Ich sehe schon, also sechs Monate auf jeden Fall hat sich hier für Sie gelohnt.

01:20:47: Sie haben so viele Eindrücke erzählt.

01:20:49: Haben sie denn für Sie?

01:20:51: Für sich schon die Antwort bekommen, woher diese China Speed kommt oder wo?

01:20:57: wollen Sie in der nächsten Zeit noch eine Antwort suchen, wo dieser China Speed sozusagen verursacht hat?

01:21:07: Ich glaube schon, dass die Punkte, die ich eben genannt habe... ...ich glaube schon das es alles treibbar sind und dass das alles Dinge sind.

01:21:13: Was ich selber auch total verkannt habe und das ist auch ein Teil des Ganzen.

01:21:19: Wenn man von außen auf China schaut dann schauen vielleicht viele nur auf ein kleines Bild von China im China Das eben jetzt auch stark wird.

01:21:32: China steigt auf Aber das ist eigentlich der falsche Begriff eben, weil China steigt nicht auf sondern China kommt zurück und das verkennen viele.

01:21:42: Dass eben China über Jahrhunderte eine führende weltweit führenden Nation war und eben schwierige Zeiten hinter sich hatte – da gibt es ja keine Ahnung im achtzehnten oder siebzehn Jahrhundert so dass die Weltwirtschaftsleistung bei dreißig, fünfundreißig Prozent lag und so weiter.

01:22:06: Dann ist sie massiv gesunken usw.

01:22:08: Und sie is dem heute wieder annähernd dort wo sie vielleicht mal war.

01:22:16: Das heißt eben das ist ein anderes Denken wenn man ein Bild von China hat.

01:22:19: China steigt nicht auf sondern China kommt zurück an einen Platz wo es mal war.

01:22:24: dann hat man direkt einen anderen Fokus einem anderen Gedanken zu China.

01:22:30: die Geschwindigkeit Chinas hat glaube ich auch damit zu tun.

01:22:34: Ich habe in vielen Gesprächen, wo mir Menschen gesagt haben das ist wie so ein kollektives Trauma zurückgefallen zu sein und dieses Zurück gefallen zu sein.

01:22:47: man war weltweit führend Man ist zurückgefallen man hat eine man hat die jahre mir sogar jemand gesagt wir haben Jahre der Demütigung erlebt Die Präsenz und dass muss man sich auch.

01:23:00: Warum haben es vielleicht auch deutsche Premium-Marken immer schwerer im chinesischen Markt?

01:23:08: Wenn man das verbindet mit, wir haben Jahre der Demütigung erfahren.

01:23:13: Wo uns andere Player gesagt haben wie wir Autos zu bauen haben oder wie man Autos baut diese Jahre der demütigung sind vorbei und dass Chinesen erstens glücklich darüber sind Und zweitens auch sagen, wir werden doch ein Teufel tun.

01:23:32: Es wird immer Käufer von BMW und Mercedes geben, da mache ich mir auch in China keine Sorge.

01:23:37: aber der Anteil wird nicht mehr da sein sondern das Chinesen eben ihre eigenen Produkte kaufen wenn sie denn sogar noch in vielen Bereichen besser sind Wenn Sie Softwarefunktion haben die vielleicht die traditionellen Automobilerscheine nicht haben und der Gedanke dieses kollektiven Wir sind zurückgefallen, wir müssen wieder aufrunden.

01:23:59: Wir wollen nicht wieder zurückfallen ist glaube ich auch ein ganz zentraler Treiber in der Gesellschaft.

01:24:05: aber da können sie mir eigentlich viel mehr zu sagen weil Sie sind in der chinesischen Seele quasi groß geworden.

01:24:12: Ist das eine richtige Interpretation oder können Sie dem was abgewinnen?

01:24:18: Ja, also das war ja auch fast meine Schlussfrage.

01:24:21: Ich frage immer auch meiner Interviewpartner welche Fragen haben sie mich?

01:24:26: und genau wenn das jetzt aus meiner Sicht die Erklärung ich denke das haben wir auch gesprochen eine Lation ist umso

01:24:38: sozusagen

01:24:39: dynamisch und umso breiter eine Leistung abzurufen, während die Nation auch einen Spirit gegeben wird.

01:24:48: Im Sinne von einem Ziel und einer Vision.

01:24:53: Und ich denke nicht negativ zu dieser in Deutschland vielleicht negatives Wortpropaganda Ich bin als Kind schon in der Schule erzogen worden.

01:25:05: Wir haben diese Traum Dieser Ziel, China wieder aus der schwere Zeit wieder herauszuholen und wieder an die Spitze der Welt wirtschaft zu sein.

01:25:17: Und Modernisierung das war schon von Ewigkeit hier immer die ausgesprochene, ausformulierte Ziele der Nationen.

01:25:30: Natürlich als Kind habe ich früher diese, also als Schüler habe ich für diese Fächer gehasst.

01:25:36: Weil man muss immer dieser Art von so wie man Bibelgeschichte auswendig können muss vielleicht um Konformationsgelde zu bekommen und muss man als Schüler in der chinesischen Schule auch bestimmte politische Slogans auswendigt können.

01:25:53: das ist da ja auch abgefragt oder geprüft und so Die Politiknoten besteht ja auch hauptsächlich aus dieser Wissen von solchen aktuellen Politik-Slogans.

01:26:06: Das sind schon Propaganda, aber hat mir das Negativ geprägt außer jetzt dieses unangenehme Lernzeit?

01:26:15: Ich sehe im Moment nicht.

01:26:17: Ich habe im Moment eher eine Perspektive aus der, sagen wir mal Vogelperspektive, aus der regierende Sicht denke das ist schon auch notwendig um da ein Land einen Roadmap zu geben und das ist glaube ich gerade für China für so großes Land gar nicht falsch sogar eigentlich richtig.

01:26:42: Das ist meine Sicht.

01:26:45: Das ist auch, ich wollte damit... Also ich beneide China darum wenn es eine solche Volksseele gibt.

01:26:56: So war sie gerade gesagt und ich sehe da nichts Negatives drin!

01:26:59: Ich seh das grade als Vorteil.

01:27:01: Sie fragen mich warum ist China so schnell?

01:27:04: Ich glaube dass hat was mit der Struktur zu tun, ich glaube das hat etwas mit der Mentalität zu tun.

01:27:09: Nein, nein, six und die Bereitschaft das zu tun

01:27:12: usw.,

01:27:12: aber es ganz tief verankertem in der Volksseele zu tun.

01:27:18: Eben, wir sind zurückgefallen und das sehen viele Westler glaube ich gar nicht.

01:27:25: die nur dass China im Grunde auf dem Weg ist dorthin zu kommen wo es mal war so und dass das eben der Antrieb ist.

01:27:33: und wenn man das dann wiederum überträgt auf Deutschland.

01:27:36: Das ist ja schon fast traurig.

01:27:37: Das Land der Dichterdenker, ganz zu Beginn hat dich schon gesagt das Land der Ingenieure was ist eigentlich unsere Volksseele?

01:27:44: Was ist eigentlich die Volkssele, die uns treibt?

01:27:47: Wo wollen wir eigentlich hin?

01:27:49: Sie haben die Frage auch gestellt so und das ist nicht klar Und deswegen benyte

01:27:57: ich Nicht so gut.

01:27:58: Ich finde aus der Zeit nicht um Denke, Güttereinigreine und auch vielleicht die erste Wissenschaftler... Das war vielleicht noch auf der Zeit wo Deutschland nach einer Vereinigung gesehen hat oder das war vielleicht ein Traum dass die deutschen kleinen Fürstentums die zusammen vereinigt wurde später dann zu zu Deutschland nicht Königheit, sondern Kaiserreich geworden ist und dann verwirklich wird.

01:28:30: Und dann gibt es natürlich noch eine Generation nachdem der Kaiserreich schon da ist, dann gibt's die Ingenieure, die Erfinder, die vielleicht auch Deutschland zu einer Welt macht sozusagen aufbauen möchte.

01:28:47: Das war ja auch die Geschichte, die damals erzählt wird dass man Deutschland gegenüber England wettbewerbsfähig sein soll oder sogar die Marktanspruch hatte auf der Welt.

01:28:58: und das war ja Ich glaube über eine Phase, da hat Deutschland schon auch eine Geschichte ist Aufbau.

01:29:09: Wiederaufbau.

01:29:11: das ist eine Geschichte und ich finde die Wiedervereinigung gibt uns sozusagen in Deutschland eine halbe Geschichte diese Wiederaufbauen, Wiedervereinigungen.

01:29:21: aber jetzt habe ich das Gefühl wir haben keine Geschichten mehr zu erzählen

01:29:30: Ja, ja.

01:29:32: Aber das wäre auch... Sie hatten eben gesagt, sie stellen dann zum Schluss noch mal immer so eine Frage.

01:29:37: Das wäre auf meine Frage wie sehen Sie denn die Positionierung Deutschlands?

01:29:41: Aber Sie haben es im Grunde auch gerade schon gesagt wo ist die Geschichte?

01:29:47: Wo wollen, wo will Deutschland eigentlich hin?

01:29:50: So muss man auch sagen im europäischen Konzert

01:29:55: Das hat auch nicht ein bisschen großes Land, kleines Land zu tun.

01:29:58: Auch kleine Länder sehr erfolgreich und da kann man in Europa finden.

01:30:02: Die haben auch eine eigene Position hier, eine Geschichte.

01:30:05: das kann auch sehr erfolgreich sein.

01:30:08: Und was ist die Geschichte Deutschlands?

01:30:10: und wenn man die Geschichte hat oder die große Vision hat als Masterplan sozusagen, daraus ergeben sich dann unterschiedliche Politik unter anderem.

01:30:19: Was ich auch sehr gut finde, also sehr wichtig finde gerade in Diskussion mit Ihnen, die Bildungspolitik.

01:30:25: Es gibt ja eine sehr, sehr große Hebe im Bildungspolitik, das in der Schule erzählt werden.

01:30:30: Prägen natürlich die Leute, die jetzt in den Universität reinkommen Und das ist das, was aber die Bildungspolitik steht nicht für sich alleine.

01:30:39: Die kann man nur so aufbauen Zukunft orientiert, wenn man auch eine Zukunft gemalt hat.

01:30:45: Ja

01:30:46: ja genau.

01:30:47: Man muss schon eigene Vorstellungen davon haben wo es denn hingehen soll.

01:30:51: Im Kleinen vielleicht auch noch das was fürs Land gilt gilt aber gleichermaßen auch für, ich mache Markenführung, gilt auch für deutsche Marken in China.

01:31:03: Wo wollen wir eigentlich hin?

01:31:05: Wenn wir sehen also was ist eigentlich das Argument einer deutschen Premium-Marke und da kann ich Mercedes nehmen, der kann ich BMW nehmen oder Audi nehmen... Was ist das Argumente des Kaufens?

01:31:18: Also was ist im Marketing der USB Die Unix Selling Proposition.

01:31:25: Wofür steht diese Marke eigentlich?

01:31:30: Weil das Erfolgsversprechen, weswegen glaube ich es gibt ja in dieses BBA war glaube ich immer eine Begrifflichkeit in China.

01:31:39: Benz BMW Audi stand für Erfolg ist in einer gewissen Art und Weise vielleicht immer noch aber es gibt mittlerweile genug Substitute.

01:31:51: Und wenn man das dann koppelt mit der Volksseele wir kaufen dann lieber die eigenen Produkte.

01:31:55: Dann ist die Frage, das ist dann den Erfolg zu zeigen und Marke als auch Symbol nach außen.

01:32:05: ich habe es geschafft.

01:32:06: Das funktioniert in der Form nicht mehr!

01:32:09: Und wie positionieren sich eigentlich deutsche Marken im chinesischen Markt?

01:32:15: Das ist das, was für Deutschland insgesamt gilt.

01:32:17: Wofür stehen wir eigentlich und wo wollen wir eigentlich hin?

01:32:20: Genaues Gleiche müssen sich glaube ich auch die deutschen Automobilhersteller und Automobilmarken fragen.

01:32:26: Was ist eigentlich unser Ziel im Chinesisch-Markt?

01:32:29: Sie werden mitbekommen haben dass Audi hat versucht ja im Grunde mit einer Zweiteilung seiner Marke, einmal Audi mit den vier Ringen und einmal Audi nur mit den Vier Buchstaben.

01:32:39: Ich will jetzt nicht kommentieren wie ich das bewerte aber genau diese Gedanken laufen auch bei den Herstellern.

01:32:46: in Gottes Namen Wie erreiche ich eigentlich noch den chinesischen Kunden?

01:32:51: Richtig!

01:32:51: Also ich denke da können wir fast uns verabreden für eine zweite Episode diesbezüglich.

01:32:58: Da habe ich auch jede Menge Diskussionsgrund, die ich mit Ihnen austauschen würde.

01:33:02: Ich finde zum Beispiel, um eine kurze Hinweis zu geben, ich finde diese Audi-Beispiel ist eigentlich viel tiefer.

01:33:13: man darf nicht nur sozusagen auf der Oberfläche bleiben vier Ringe statt Buchstaben statt Vier Ringe und dann sagen wir haben eine Lokalisierung.

01:33:22: aber was ist die Geschichte hinter den vier Buchstagen?

01:33:25: Und das ist das, was wir natürlich jetzt noch mehr herausarbeiten sollen als deutsche Unternehmen für den chinesischen Markt oder für der Neumarkt.

01:33:37: Weil die Geschichte wo früher die Produkte, früher die Erfolg ist trägt nicht mehr für der Erfolg der Zukunft.

01:33:48: Die Geschichte muss noch erfunden werden.

01:33:52: Ja, und das gilt ja das Gleiche.

01:33:54: Da sind Sie wieder da... Das gilt gleichermaßen für Deutschland.

01:33:58: die Erfolgsgeschichte Deutschlands der Vergangenheit ist nicht eins zu eins auf die Zukunft zu übertragen sondern Die Karten sind dann neu gemischt sowohl für Deutschland als auch für die Magen.

01:34:10: Gerne!

01:34:10: Was soll

01:34:11: ich denn sagen?

01:34:11: Das ist alles richtig, dass sie haben die richtige Entscheidung getroffen nach China.

01:34:16: Es ist okay mal solche Gedanken können Sie nur machen, wenn man wirklich das System verlässt und dann in ein anderes System aus dem Maschinenraum der Dynamik Chinas schauen.

01:34:29: Da haben sie natürlich ganz andere Beobachtungsmöglichkeit und da kommen wir auch zu diesem Ergebnis.

01:34:35: also ich habe viel gelernt freut mich sehr und ich danke für Ihre Zeit.

01:34:43: ja vielen Dank für die Einladung hat mich gefreut.

01:34:49: Viele Grüße nach Shenzhen.

01:34:52: Danke

01:35:00: schön, in diesem Sinne.