Ruwen Prochnow baut keine Roboter – er macht sie in Deutschland nutzbar. Als Gründer und Geschäftsführer von EF Robotics integriert er chinesische Roboterhardware in echte Industrieumgebungen: von der DSGVO-konformen Datenisolierung bis zur CE-Zertifizierung und Brandschutzintegration.
Im Gespräch erklärt er, warum chinesische Hersteller wie Unitree die Nase vorn haben, was 'China Speed' in der Praxis bedeutet und warum man nie der erste Kunde eines neuen chinesischen Produkts sein sollte. Außerdem: welche Use Cases heute schon funktionieren, warum Daten das eigentliche Geschäftsmodell hinter humanoiden Robotern sind – und wann der ChatGPT-Moment der Robotik kommt.
Was Du in dieser Episode lernst
• Warum chinesische Hersteller wie Unitree offene Ökosysteme bieten – und US-Anbieter wie Boston Dynamics nicht
• Wie EF Robotics chinesische Hardware DSGVO-konform, CE-zertifiziert und branschutzfähig macht
• Die Beschaffungsmethode: Demo-Unit kaufen → komplett zerlegen → Komponentenqualität bewerten → erst dann entscheiden
• Welche Use Cases heute schon wirtschaftlich Sinn ergeben (Pick & Place, Maschinenbestückung, Sorting)
• Warum Kameras in humanoiden Robotern eine Datenstrategie erfordern – und wie man das löst
• Chancen für den deutschen Mittelstand: Zulieferung, Servicepartner, Ersatzteilmarkt
• Wie Mitarbeiter und Betriebsräte bei der Robotereinführung mitgenommen werden
• Technische Barrieren heute: Hüftmotoren, Akkuleistung, Positioniergenauigkeit
Über den Gast
Ruwen Prochnow ist Gründer und Geschäftsführer von EF Robotics, einem deutschen Unternehmen, das sich auf die Integration chinesischer Roboterhardware in europäische Industrie- und Logistikumgebungen spezialisiert hat. EF Robotics arbeitet in drei Bereichen: industrielle Reinigungsrobotik, Liefer- und Logistikrobotik sowie mehrgliedrige und humanoide Robotik. Ruwen ist außerdem Autor eines Praxisbuchs, das Unternehmen bei der richtigen Vorbereitung vor der Roboter-Anschaffung unterstützt.