ChinaHotPod

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deutsche Experten berichten über Erlebnisse und Erfolge für KMU mit China-Geschäft

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00:00:00: Das Dao ist der Weg, der sich uns zu erkennen gibt.

00:00:04: Indem wir ihn mit einer bestimmten Orientierung gehen.

00:00:08: Wertebasierte Außenpolitik wie wir hatten, ist eigentlich Ausdruck einer wirklich massiven Unbildung.

00:00:14: Das sind Leute die nicht denken können und wahrscheinlich auch nicht wollen.

00:00:21: Die physische Bildungssysteme, wie wir es jetzt haben, ist gescheitert.

00:00:25: Gescheitet?

00:00:26: Ja, das wissen alle!

00:00:27: Deswegen hat China die Regierung eine oder geschaltet, es taugt nicht für China wie es sein will und wie es werden will.

00:00:35: Wo kann man das vielleicht differenzierter sagen?

00:00:51: Ohle, danke schön für deine Zeit!

00:00:53: Und danke dass du meine Einladung gefolgt bist und wir heute uns treffen

00:00:58: können.

00:00:58: Ja ich freue mich sehr, ich freu mich besonders weil ich eigentlich hier sozusagen der Gastgeber bin.

00:01:03: Wir treffen uns ja hier in Yangzhou In Changsha.

00:01:06: So ist das Das letzte Mal, als ich in Changsha war, habe ich dir gerade erzählt.

00:01:12: Aber ich muss dich erst mal heute vorstellen!

00:01:15: Du bist ja heute mein Gast im Podcast und du bist Professor Dr.

00:01:20: Oler Dörrin.

00:01:22: Du bist Kulturfilosoph, Synologe, Professor an der Runein Normal University in Changshan Institute für Technologie oder Technik Zukunft des KIT in Karlsruhe Und erste Europäer muss ich auch sagen, der den Outstanding Contribution Award in Medical Ethics in China erhalten hat.

00:01:45: Das ist unglaublicher Leistung was du da gezeigt hast und du kennst beide Welten.

00:01:52: Was ist aus deiner Sicht der Kern verbunden an meiner ersten Frage?

00:01:57: Der chinesische Philosophie und denn ein Deutscher verstehen muss um China wirklich zu kennen?

00:02:04: Also du fängst schon gleich mit einer sehr, sehr großen Frage an.

00:02:09: Die Frage ist sehr groß weil sie ja aus mindestens drei Teilen bestehen.

00:02:14: Einmal was ist Philosophie überhaupt?

00:02:16: Ich sage mal ganz kurz, Philosophies sind das Nachdenken über die Zusammenhänge des Kleinsten und dem Größten.

00:02:23: Wie schaffen wir Ordnung?

00:02:24: Wo verstehen wir die Welt?

00:02:27: Denken wir über ein gutes Leben?

00:02:28: diese Fragen Das ist Philosophy Und das machen wir in China und in Europa, natürlich schon seit Jahrtausenden.

00:02:36: Was ist jetzt spezifisch Chinesisch?

00:02:38: Und was unterscheidet das von dem Deutschen?

00:02:41: Ich glaube wenn man das runterbrechen will, dann ist es so dass man das nicht wirklich auf einen Nenner bringen kann.

00:02:47: Aber wenn man eine Hauptlinie versucht zu konstruieren... ich kann sagen ich mache das seit fünfzig Jahren beschäftige mich.

00:02:54: schon als Teenager habe ich damit angefangen!

00:02:56: Ich habe also auch die vielen Irrungen der Missverständnisse und der Rezeption chinesischer Philosophie, und auch der deutschen Philosophies ziemlich intensiv durchgearbeitet.

00:03:09: Was ich mir so jetzt zeigt ist eigentlich ... wenn wir sagen es geht um die Zusammenhänge des kleinsten mit dem größten oder das größte mit dem kleinsten und eben die Zusammenhängen alles was dazwischen steht dann baut Europa da baut aus dem griechischen kommende Dann baut die deutsche Philosophie besonders in Strukturen, in Ideen, in Punkten und Pixeln dieser Welt auf.

00:03:38: Und in Relationen, die daraus entstehen.

00:03:41: Wenn das Chinesische das auch macht aber nicht so sehr auf die statischen Positionen eingeht sondern mehr auf die Dynamik... Das klassische Wort dafür ist das Dau.

00:03:51: Das Dau ist eben keine Autobahn sowie dass Europa sich vorstellt Gerade von A nach B. Das Dau ist der Weg, der sich uns zu erkennen gibt indem wir ihn mit einer bestimmten Orientierung gehen.

00:04:05: Also wir selbst definieren eigentlich wo wir hin wollen.

00:04:07: Wir möchten erkennen, ja?

00:04:09: Wir möchten etwas verstehen.

00:04:10: Dann heißt es was muss ich tun um zu verstehen?

00:04:13: Da kann ich immer Entscheidungen treffen.

00:04:15: Hier gehe ich nach links oder rechts hier lese ich ein Buch Oder hier gehe ich spazieren Hier gucke ich mir einen Bild an oder hier spiele ich mit meinen Freunden alles Möglichkeiten und Erkenntnis zu sammeln, was zu verstehen.

00:04:27: Diese Art der Entscheidung formen dann den Weg, den wir gehen.

00:04:32: Und das baut ein ganz anderes philosophisches System in China.

00:04:37: Wir verglichen zu dem Deutschen.

00:04:39: Wie gesagt, das ist sehr klischeehaft jetzt gesagt.

00:04:42: Das sind nur die beiden philosophischen Grundaufstellungen.

00:04:48: Was sozusagen ein Deutscher verstehen muss um die Chinesen zu verstehen?

00:04:51: Das kann ich überhaupt nicht sagen!

00:04:53: Weil erst einmal muss man Deutschland selbst philosophieren wollen.

00:04:56: Die meisten interessieren sich gar nicht für Philosophie, die fragen gar nicht nach diesen Zusammenhängen.

00:05:00: Sie sind zufrieden wenn sie im Alltag gut klarkommen und zufriedenzelt.

00:05:03: Das heißt wir haben da immer eine Schicht von Leuten die sich dafür wirklich interessiert und das auch kann.

00:05:08: Und wenn wir über diese sprechen dann glaube ich ist es schon so dass wir uns sehr ähnlich sind.

00:05:14: Dass die Philosophen denn die miteinander zusammensitzen und philosophieren zumindest sich schnell einig werden über die Regeln, über die Zielsetzung und das Verfahren.

00:05:25: Das heißt, Philosophie ist dann etwas was gerade entsteht als weiterer Schritt auf diesem Weg.

00:05:31: Und wenn ich das so beschreibe siehst du schon dass ich eigentlich dann chinesisch Philosophiere und nicht dann auch diesen Weg bin?

00:05:37: Ja!

00:05:37: Das ist aber eigentlich gar nicht den deutschen Fremd weil wir können das, wir betonen aber nicht diese Dynamik.

00:05:43: Wir kommen von Aristoteles daher der sehr große Schwierigkeiten hat mit dem Dynamik Thema.

00:05:48: Wir haben aber durchkannt

00:05:50: die

00:05:50: Teleologie, also die Kunst.

00:05:53: Die Wissenschaft und Philosophie uns zielorientiert zu entwickeln auf ein Ziel hinzugehen auch wenn wir das Ziel vielleicht nie schaffen.

00:06:00: Ziele sind sowas wie Wahrheit Schönheit Güte Das wirklich zu verwirklichen.

00:06:06: Das sind vernünftige Ziele Auf die gehen wir zu.

00:06:10: Man kann das machen indem man ganz klar definiert was ist das Ziel?

00:06:14: Und dann jeweils konkrete Etappen arbeitet auf dem Weg dahin zu dem Ziel, wie gesagt die Entscheidungssituation selbst.

00:06:23: Abgleichen das muss ich noch tun und so weiter oder man kann es eben dann machen indem man eine Haltung hat sich kultiviert ein Begriff von Qualität verinnerlicht und dann in der Handlung in die Richtung geht.

00:06:37: Das passt zusammen was ich sagen will diese alte Lehre davon dass Osten ist synthetisch und der Westen ist analytisch.

00:06:45: Ist totaler Quatsch, weil wir sind beide alles.

00:06:48: Nur wir bauen das ein bisschen anders auf?

00:06:52: Ja was du mir jetzt erklärt hat ich glaube dass es gar nicht so einfach auf diesem Niveau wie du das erklärt hast auch zu verstehen Weil Philosophie ist für mich

00:07:02: so.

00:07:03: Du kannst vieles beschreiben was Ich als normaler Mensch Der Nicht mit Philosophien sich beschäftigt nur ahnen kann aber nicht so artikulier und so beschreibern.

00:07:15: Und was du vorhin gesagt hast, dass die deutschen Philosophen oder chinesischen Philosophien können sich sehr einigen weil sie ja bestimmte Grundlage haben.

00:07:24: Die Grundlage auf der ersten Ebene ist das wir erstmal merken, daß die deutsche Philosophie doch bisschen unterscheidet von der chinesische Philosophia.

00:07:33: Ich bin Chineser deswegen kann ich das schon ahnen, dass mit der Dau mehr in Bewegung die chinesischer Philosophies beschäftigt da kann ich mich auch hineinversetzen.

00:07:44: Auch wenn ich nach dreißig Jahren Deutschland, kann ich immer noch nicht so ganz hinein versetzen.

00:07:48: und was meintest du mit das?

00:07:50: die deutsche Philosophie oder die westlich-philosophie beschäftigen sich mehr mit Formen?

00:07:55: Mit Punkt-, mit Form-, mit statischen Formen, vielleicht kannst du da nochmal

00:07:59: erklären.

00:08:00: Also es gibt... Ich habe es eben nur kanntgesprochen in diesem grünen kategorischen Imperativ ja!

00:08:06: Und da gibt es diesen Begriff der Maxime, also das was ich sein will und die soll ich prüfen.

00:08:16: Also ich will ein guter Mensch sein ja?

00:08:19: Das ist eine Maxime oberster Grundsatz meiner Willensbildung weil es will nicht eigentlich sein wer bin ich eigentlich?

00:08:26: Und das will ich dann prüffen ob dass eine anständige Maxime ist eine gültige taugliche.

00:08:33: und da frage ich eben ja könnte das Ein Gesetz sein das für alle gilt?

00:08:39: Könnten also alle für sich sagen sollen, also vernünftigerweise ich will ein guter Mensch sein.

00:08:45: So das ist eigentlich ein Verfahren der inhaltlichen Prüfung, der Selbstprüfung.

00:08:52: Im Westen wurde das.

00:08:53: aber jetzt komme ich auf die eigentliche Antwort.

00:08:56: Ich habe es wieder chinesisch gearbeitet.

00:08:59: Das steckt auch da im Kanton drin Aber im westen gibt es diesen ganz starken Hang das zu formalisieren.

00:09:06: dann wird also nicht Die Arbeit in den Mittelpunkt gestellt an der Beurteilung, an dem Verstehen und an der Reflexion.

00:09:16: Sondern die Form, die ewig bleibende Form, nämlich die Form ist die Verallgemeinerungsfähigkeit.

00:09:23: Die Verallgemeinerungsfähigkeit, die in einem Gesetzbegriff drin steckt.

00:09:27: Gesetze gelten immer für alle.

00:09:29: Sonst sind sie keine Gesetzen!

00:09:31: Und diese Form, dass es verallgemeinarungsfähig ist, die dominiert die westliche Interpretation von Kant des kategorischen Imperatives.

00:09:40: Das meine ich mit Form, also wir gucken gar nicht erstmal auf die Arbeit, die das vor uns verlangt sondern sagen nein, dass ergibt sich alles daraus wenn wir die Form verstanden haben und das halte ich beides für falsch und man sich auch nur auf die Form versteift oder nicht nur auf den Prozess versteigt.

00:09:59: Man muss das beides immer miteinander zusammen denken.

00:10:02: Das ist eigentlich der Aufgabe der Philosophie.

00:10:04: Und wie kriegen wir besser hin, wenn wir die beiden Systeme zusammen denken und das Gespräch bringen?

00:10:09: Das finde ich sehr, sehr spannend.

00:10:10: Weil durch diese Fehlgemeinerung von bestimmten Idealen ein Teil der westliche Philosophie da kann man vielleicht auch daraus ableiten dass in Deutschland oder im Westen denke wir häufig unsere Werte sind universell Sprichwort Wertebasierte Außenpolitik und so weiter und sofort.

00:10:37: Liegt es vielleicht diese Art von Politik auch in der Wurzel von den Philosophie des Westens?

00:10:46: Nein, eindeutig nein!

00:10:48: Das ist Politik das ist Unbildung das ist einfach dumm.

00:10:53: Werte basierte Außepolitik wie wir hatten ist eigentlich Ausdruck einer wirklich massiven Unbildung die nicht denken können.

00:11:03: Wahrscheinlich auch nicht wollen.

00:11:06: Nein, Philosophie ist im Prinzip immer universell angelegt.

00:11:10: Auch die chinesische Philosophies formuliert nicht.

00:11:13: das

00:11:14: gilt nur für Chinesen.

00:11:15: Das soll nur für unsere Familie gelten!

00:11:18: Das sagt man dem Konfunktionismus ja nach dass er eine Familienmoralist.

00:11:23: Das kann man auch ein Stück weit zugeben aber nur als ein Zugeständnis an Die Entwicklungsschritte des menschlichen Lernens und Gesellschaftsmitglied Werdens, der menschliche Kultivierung.

00:11:40: Da ist die Familie erst einmal ein prägender Raum in dem man die Dinge versteht schon beim Morte also dem sogenannten Opponenten gegen Konfuzios.

00:11:49: Das ist ja ganz klar gesagt dass wir uns als Menschen all diese Werte schulden Und das ist das eine.

00:12:00: Also wir haben auch in der chinesischen Philosophie, wenn sie Philosophies ist, ist die immer universell ausgerichtet.

00:12:07: Das heißt es gilt immer für Menschen Es geht nicht nur für Chinesen.

00:12:10: China ist so ein interkultureller Raum Da macht es überhaupt gar keinen Sinn.

00:12:14: Man will ja die Philosophien als Ordnungskompetenz Will man ja schaffen und dann kann man nicht sagen Wir ordnen die verschiedenen Kulturen und Bevölkerung in unseres Kreises nach unterschiedlichen Maßstäben.

00:12:30: Das funktioniert nicht, es funktioniert in einer Sklavengesellschaft vielleicht aber nicht im realen China.

00:12:36: Also das ist mit dem Universalismus.

00:12:41: Es gibt natürlich auch einen vernünftigen Relativismus.

00:12:45: Der ist aber eigentlich ein Kontextualismus der sagt alles was wir konkret sagen können ist abhängig von unserem Ort ist abhängt von unserer Zeit ist abhängig von unseren Beziehungen.

00:12:57: Das ist aber etwas, was sowohl in Europa als auch im China immer gesagt worden ist.

00:13:03: Was das Missverständnis vielleicht ist, wenn man sagt diese universellen Werte sind ein Problem.

00:13:12: Dann ist es die politische Umsetzung und die Anspruchshaltung, die sich daraus ableitet.

00:13:18: Und da vergessen sehr viele Philosophen – und zwar sowohl den Chine als auch in Deutschland -, dass wir eine Sprache benutzen Und diese Sprache formuliert unsere eigentlich universellen Gedanken, unsere eigentlich universellen Ideen.

00:13:32: Formuliert die Sprache so dass sie verstanden werden kann oder können das diese Gedanken von den Menschen verstanden werde können die diese Sprachen verstehen und dadurch wird es relativistisch.

00:13:44: aber das ist dann nicht der Anspruch der Idee die Gültigkeit relativistisches sondern die Kommunikationssituation baut ein zwei Arten von Publikum.

00:13:55: Ein Publikum ist das, was in dieser Kultur das versteht.

00:14:00: Die andere Gruppe sind die Leute, die das nicht verstehen können, weil sie die Sprache nicht verstehen oder es nicht verstehen kann, weil wir es so formulieren, dass Voraussetzungen da drin sind, die die nicht teilen.

00:14:14: Wir müssen relativistisch werden, wenn wir darüber streiten... Was meint das denn jetzt konkret?

00:14:21: Das Menschenrecht!

00:14:22: Es gibt bei Kant allen Menschen Recht.

00:14:24: Alles andere sind Ableitungen.

00:14:26: Welche Ableitung ist wann gültig?

00:14:29: Welche Ableitung des Menschenrechts in bestimmte kanonifizierte Menschenreichtskataloge, die kann man rechtfertigen und so weiter... Da wird das dann sinnvoll!

00:14:43: Und dann Werte sind immer relativ.

00:14:51: Darum brauchen wir die Ethik ist die Wissenschaft, die diese Werte und Tugenden in einen Zusammenhang einordnet.

00:14:59: Und auch kritisierbar macht.

00:15:01: Es macht keinen Sinn, wenn ich jetzt Werte voran stelle, die gar nicht mehr praktizierbar sind, weil sich die Rahmenbedingungen verändert haben.

00:15:10: Das muss man kritisieren!

00:15:11: Es gibt auch Werte... ...und Tugende, die in sich widersprüchlich sind.

00:15:16: Zum Beispiel die Tugen des Kriegers.

00:15:18: Da würde ich sagen, da kann man mit dem kategorischen Imperativ rangehen Ja, dann haben wir ein Gemetzel die ganze Zeit.

00:15:26: Das ist eigentlich keine Tugend oder zumindest keine Tuge, die allgemeingültig sein kann.

00:15:31: Die also nur in bestimmten Bereichen uns tragen soll.

00:15:36: Also Werte sind das schlechteste Vehikel um universelle Güter zu transportieren

00:15:44: und ich nutze heute mal die Gelingenheit auch mich mit chinesischen Philosophie auseinanderzusetzen.

00:15:52: Du bist als Deutsche, beschäftigst dich ja mit Chinesischphilosophie.

00:15:56: Bestimmt ganz anders als wenn ich jetzt chinesische Philosophie von China, von der Schule lernen oder vom Bücher lesen und von älterer Verwandte erzählt bekomme.

00:16:09: Das ist eine andere Art von Wissen.

00:16:12: Ich finde diese Vielfalt was du jetzt gesagt hast in der chinesischen Philosophies vorfinden Antifaalgemeinderung.

00:16:24: Und das stimme ich hier dazu, gerade wenn man jetzt denkt in die Antikzeit.

00:16:27: es gibt wie du sagst nicht nur Konfuzios gibt es sondern es gibt Morse, es gibt lauts und es gibt Trumps Es gibt Heimfeiz und so weiter.

00:16:38: Das ist sehr viel mehr als nur Konfunktion.

00:16:41: Aber es gibt eine Zeit wo wirklich auch Konfusionismus durchgesetzt hatte.

00:16:49: So eine Art Verarg-Meinung in der Gesellschaft doch für China, fast zwei tausend Jahre gegolten hat.

00:16:58: Wie ist das zu erklären?

00:17:00: Ist es dann vielleicht politisiert worden für Eine Zeitung über zweitausend Jahren?

00:17:07: Also mächtige Ideen werden immer politisiert weil Wissen ist Macht.

00:17:12: Namen nennen etwas zu benennen is macht immer schon so gewesen in Europa und China.

00:17:23: Und schon die Tatsache, dass Tienzchen Guangdi der Gründer des Kaiserreichs, v.a.

00:17:29: von Christus, diese ganzen Bücher uns auch gelehrten verbrannt hat, zeigt ja wie wichtig das war, dass er sozusagen die Kontrolle über die Normen hat.

00:17:41: Diese Spannung starker Ideen mit starker Macht – dieses Spannungsverhältnis ist immer da gewesen!

00:17:50: Wenn wir sehen, wie Mencius Monsi, wie der immer mit seinem König, mit dem König Rui.

00:18:02: Erlernkrujewang.

00:18:03: Mit dem spricht ... Dann ist das immer der Versuch, pädagogisch mit einer Person umzugehen,

00:18:09: die

00:18:11: mich jeden Moment einfach umbringen kann.

00:18:14: Und deswegen sehr lehrreich zu gucken, wie das überhaupt gebaut ist und wenn dann sich die Macht habe vergewissern möchten, dass sie nicht nur abstrakt das Mandat des Himmels haben weil Sie den Wohlstand allgemein ermöglichen und so weiter und Frieden schaffen sondern auch die innere Bindung ans Volk haben.

00:18:34: Dann versuchen sie selber eine Funktion zu übernehmen in der sich quasi wie der Vater des Volkes dann funktionieren.

00:18:42: Und das ist ja genau das was der Konferenzialismus auch vorschreibt.

00:18:46: Er sagt ja Herrscher sei Vater oder Mutter des Volks.

00:18:49: Fumo!

00:18:50: Das steht da schon im Dashie und im Shooting, in den ganz alten Texten.

00:18:55: Das heißt, dass man das sozial wirkmächtig macht.

00:19:00: eine Ideologie ist völlig selbstverständlich.

00:19:03: Das ist Interesse der Machthaber.

00:19:05: Und daraus entsteht dann aber ganz eigene Dynamik.

00:19:07: Dann entsteht eine neue Art von Doktrien.

00:19:11: Deine Herrschafts-Doktremen.

00:19:12: Die versucht sich möglichst eng mit der gesellschaftlichen Akzeptanz Das heißt, mit den Institutionen die es da gibt.

00:19:19: Mit dem Priesteren die das da gibt und mit den Gelehrten die es dort gibt.

00:19:22: Und mit den Lehrern die es dazu gibt usw.

00:19:23: und so weiter... ...mit denen in einen Einklang zu bringen.

00:19:28: So dass Akzeptanz da ist!

00:19:30: Das muss der Herrscher auch tun.

00:19:31: Ob er gut oder schlecht ist?

00:19:32: Das muss er tun damit er auf Dauer stabil herrschen kann.

00:19:36: Und daraus entsteht dann gerade bei Confucius Dea die Autorität verkörpert eines legitimen Herrschaftsanspruchs Und das auch ständig darüber spricht, worum es da geht.

00:19:48: Wenn man den sozusagen über sich schiebt oder hinter sich stellt, dann hat man ja eine enormen Legitimationszuwachs auf einmal.

00:19:57: Das heißt ist gar kein... Es ist nichts Besonderes eigentlich!

00:20:01: Dazu kommt jetzt dass natürlich der Konfunktionismus besonders der gewachsen ist aus einer bestimmten Grundhaltung aus Sozial-Moral.

00:20:11: Das verhält sicher zu den realen Menschen.

00:20:13: Das heisst in gewisser Weise bildet er auch das ab.

00:20:16: Er versucht die realen Familiensituation und die reale Beziehungssituation zu benennen, abzubilden.

00:20:26: Und dann als Raum zu benutzen, den man kultivieren kann.

00:20:32: Das ist idealerweise ja also nicht Familie sondern Klaren, Großfamilie.

00:20:37: Die soll so geordnet werden dass die Kultivierung der Einzelnen und der Gesellschaft dadurch gemeinsam vorangetrieben werden kann.

00:20:46: Das heißt, wir haben eine innere Erklärung dafür warum das was du gefragt hast einfach nicht nur richtig beobachtet ist sondern einfach sein muss.

00:20:57: Wir haben aber gleichzeitig auch einen ich sag mal einen philosophischen Konfizianismus der völlig unabhängig von all diesen Dingen und er versucht eben aus dieser oder über diese Vielfalt hinaus Grundstrukturen zu finden.

00:21:14: Ich sag mal, als den ganz großen Theoretiker des Konforzernismus Jushi sage ich nicht nur weil er sozusagen das was Luther für das Christentum hat und man so will Institutionalisierung neue Kodifizierung auch eine Popularisierung hatte hier in Changsha an der Yulu Akademie Hat er das ja gemacht?

00:21:37: Deswegen ist dieser ausso besonders Und der hat zum Beispiel ganz klar gelehrt dass es die ganze Welt besteht aus zwei Faktoren.

00:21:48: Li und Xi, wie ist das Strukturbildende?

00:21:51: Was nicht relativ ist, was bleiben ist.

00:21:54: Und Xi ist das Dynamische.

00:21:56: Das, was man dann in Xi einbindet und woraus alles andere entsteht.

00:22:02: Daraus erst wird dann Yin-Yang und die Huixing oder die fünf Wandelungsphasen entstehen daraus.

00:22:07: Das heißt er hat eine Metaphysik, in der etwas Statisches gibt sowas die griechen auch hatten aber er hat eben eine metaphorsik wo es auch das chi gibt, das dynamische prinzip und darum konnten die damals das war natürlich nach dem einfluss des buddhismus in der fangzeit also siebtes jahr hundert ab nach dem siebten jahrhundert und chouchi lebte im zwölften jährhundert.

00:22:32: dann gab es eben dann letztendlich auch die frage gibt es überhaupt so etwas?

00:22:36: wie?

00:22:38: an den Europäern hieß das der unbewegte Beweger, von Aristoteles bis Kant an lange Geschichte.

00:22:45: Uchi ar Taiji.

00:22:46: gibt es einen obersten Fixpunkt oder gibt es den nicht?

00:22:48: Von dem alle Bewegungen ausgeht?

00:22:51: und solche Dinge haben wir hier auch.

00:22:54: nur haben wir in der Rezeption dieser ganzen Geschichte ich habe jetzt nur vom Konfizienismus gesprochen was sich der dafür einfach aufdrängt weil er sehr vielfältig ist.

00:23:02: aber wir haben aber in der rezeption diese ganzen dinge.

00:23:05: im westen haben wir einen ganz kleinen ausschnitt nur bekommen Und das war der Ausschnitt, den die Jesuiten vorgefunden haben.

00:23:12: Als sie dann, sagen wir mal ab dem sechzehnten Jahrhundert zunehmend nach China ging und das toll fanden, dass es eine vernünftige Theologie ohne Gott gibt sozusagen.

00:23:25: Und diesen Ausschnitt also einen sehr rationalen Professionismus ein sehr autoritäts legitimäne Professionist.

00:23:35: Den haben die Jesuiten dann auch Europa transportiert Und das hat dann immer in diesem Ping-Pong zwischen Europa und China zugeführt, dass der sehr stark privilegiert wurde in der Wahrnehmung.

00:23:47: Die Europäer finden den toll, denken die Chinesen also musste auch was wertvolles Tolles haben weil die Europäern ja so erfolgreich sind.

00:23:54: Die Deutschen und die Europäischen sagen Ja das ist das Wesentliche des Komfortanismus.

00:23:59: bald alle gelehrten unsere Mitteil und deswegen muss da etwas drin sein was für uns gilt.

00:24:04: Das hat sich dann so immer weiter hochgeschaukelt.

00:24:06: Bis spätestens, bis mindestens bekannt.

00:24:09: Also ich finde das besonders spannend wie du erzählt hast dass auch schon seit Ewigkeit hier, fünfhundert Jahre ist für mich eine Ewigkeit, dass es schon über Konfizianismus zwischen Deutschland und China in den Austausch gibt.

00:24:25: Wir reden jetzt über Weitergabe von philosophischen Ideen

00:24:30: und

00:24:31: Lehre Und um vielleicht auch dieser Art bisschen weiterzugeben, kommen wir auf heute.

00:24:40: Du bist ja an der Universität jetzt tätig.

00:24:42: Wie wird heute an chinesischen Universitäten, Philosophie sowie Sozialwissenschaft gelehrt?

00:24:50: Gibt es heute noch eine Bedeutung von solchen antiken Denken im Bildungssystem für China?

00:25:00: Also erstmal ein ordentlich ganz grobtes... Das chinesische Bildungssystem, wie wir es jetzt haben ist gescheitert.

00:25:08: Das wissen alle.

00:25:09: Deswegen hat China die Regierung eine oder gescheitetes Taug nicht für China, die es sein will und werden will.

00:25:17: So kann man das vielleicht differenzierter sagen.

00:25:21: Und da sieht man daran, dass eben dieses große Projekt China ganzheitliche Bildungsreformen bis zum Jahr in der Mache ist.

00:25:34: Dazu gibt es jetzt Forschung, dazu gibt es sehr viele Initiativen im Projekt.

00:25:39: Dieses

00:25:39: Bildungsprojekt, das liest man gar nicht darüber.

00:25:44: Auch in China, in welchen indischen Zeitungen wird er nicht so permanent kommuniziert?

00:25:49: Das ist ja wie ein Lokomotive die fährt erst mal los und bis dann die anderen Wagen erreicht, dauert das eine Weile.

00:25:56: Das ist ein elitäres Projekt wo im Grunde alle eingeladen sind.

00:26:00: Aber natürlich werden die Kompetenzen da sind, die man da einbinden kann.

00:26:04: Und das wendet sich nicht nur an China sondern auch in der ganzen Welt, dass heißt international so auch zusammengearbeitet werden.

00:26:09: Ich finde es ist traurig, dass gerade die Deutschen, die im Bereich Bildung sehr viel Wissen haben, sich da nicht einbringen.

00:26:16: Ich werbe dafür immer wieder, dass das passiert.

00:26:19: Allerdings ist ja auch die Initiative, muss man fairerweise sagen, noch sehr jung.

00:26:23: Es wurde vor einem Jahr publiziert.

00:26:25: Das erste Mal und jetzt ist diese Prozess bei dem man tatsächlich Forschung macht und Arbeit macht an diesem Plan, der ist ja erst gerade Anfang dieses Jahres wirklich losgegangen oder ich sage mal vor einem Jahr los gegangen.

00:26:40: Also das ist noch nicht lang genug her.

00:26:41: die sammeln sich erst.

00:26:43: Da ist noch jede Chance sich daran zu beteiligen mitzumachen.

00:26:46: aber das nur um das einzuordnen.

00:26:47: deine Frage ist im Grunde eine Frage in die Vergangenheit aber die wird doch lange wirksam werden.

00:26:51: Wie lange wirksam bleiben?

00:26:52: bis in die Zukunft hinein.

00:26:55: Wird das noch zehn Jahre länger dauern, bis dann das allmählich umgesetzt werden wird?

00:27:00: Was in dieser Blaupause entsteht für das Bildungssystem.

00:27:05: Hab ich auf die Vergangenheit bezogen, die vielleicht jetzt verendet wird... ...was hat damals in diesem Bildungsystem, wo aus deiner Sicht jetzt verändert werden soll für die Zukunft?

00:27:23: die Antikdenke und der Philosophie eine Rolle gespielt.

00:27:28: Also, ich sag mal das Thema Sozialwissenschaften nochmal ist eigentlich ganz klar am amerikanischen Modell orientiert.

00:27:38: Die sind sehr empirisch und werden so gelehrt wie in der Naturwissenschaft auch mit ein bisschen anderen Methoden und Gegenständen plus ein bisschen Maxismusüberformung.

00:27:50: Das ist schulmäßig, da ist nicht überraschend.

00:27:52: Es ist auch nichts besonders chinesisches daran außer dass eben das je nach Uni sehr unterschiedlich dann umgesetzt wird.

00:27:59: Aber jetzt zu den Geisteswirtschaften und besonders zur Philosophie.

00:28:02: Da ist es besondere in China Dass es zwei Philosophien gibt In den Unis Es gibt die chinesische Philosophies Und die westliche Philosophiet Und bei der westlichen Philosophied gibt es ganz klare Gruppierung, da gibt es die amerikanisch orientierte und die europäische und besonders dann deutsch orientierte Philosophie.

00:28:26: Und das sind aber zwei Institute oder manchmal sogar... Manchmal gehören sie sogar zu verschiedenen Fakultäten Die westliche und die chinesische Philosophien.

00:28:35: Und wenn ich das so sage ergibt sich aus dem was ich vorher gesagt habe dass das natürlich nicht funktionieren kann.

00:28:40: und dann ist das reine Ja im Grunde Geschichte oder Philologie oder sowas Oder Kulturwissenschaft in einem engen Sinn.

00:28:48: Aber dann ist das eben etwas, was nicht Philosophie lehrt.

00:28:54: Das ist die Uni.

00:28:57: In Deutschland ist es übrigens noch schlimmer.

00:28:58: Da gibt's gar keine chinesische Philosophien an den Unis als Philosophies.

00:29:02: Das is also noch schlimer oder andererseits noch ehrlicher weil wir einfach dann sagen wir machen keine Philosophied bei Anspruch nach und wir machen Philosophen und Schulen aber wir machen nicht Philosofie.

00:29:15: Also nochmal jetzt... Das wäre ein

00:29:18: anderes Kapitel.

00:29:19: Aber es hängt ja miteinander zusammen, weil wenn wir in Deutschland chinesische Philosophie integrieren würden ins philosophische Curriculum als Philosophies nicht nur als ein ektrotisches Beiwerk was man hier und da mitgenommen wird sondern auch die Kompetenzen dazu aufbauen dann hätte das enorme Wirkung für China.

00:29:37: Da würden wir Brücken bauen.

00:29:38: Dann müssten wir aus methodischen Gründen mehr zusammenarbeiten.

00:29:41: Dann müssen wir gemeinsame Studiengänge haben.

00:29:44: Das würde auch die chinesischer Seite dazu motivieren zumindest vielleicht inspirieren, zu sagen okay wir machen auch mal ein richtiges philosophisches weil das hier auch dem eigentlich chinesischen Denken und im eigentlichen deutschen Denken entspricht in der Philosophie.

00:29:58: Wir werden ja ganz naheliegend aber dass ist eben historisch geschuldet...

00:30:02: Und das Fundament ist nicht da.

00:30:03: deswegen sieht das Gebäude aus?

00:30:05: Institutionell!

00:30:06: Jetzt komme ich aber zur anderen Eben seiner Frage nämlich welchen Stellenwert hat denn die antike und also die chinesische Antike oder europäische antike beide und die Philosophie in China heute.

00:30:18: Und da erlebe ich eben in der Gesellschaft, ganz anders als das in Deutschland eine riesige Wertschätzung.

00:30:23: Das ist eben das Interessante!

00:30:25: Da ist ein Image mit verbunden, Bilder mit verbundet, Erwartungen mit verbinden gerade mit deutscher Philosophien.

00:30:31: Die sagen Mensch, da haben wir etwas kolossal wertvolles von dem wir lernen können.

00:30:35: Der Philosoph als Lehrer hat in China immer noch einen ganz anderen Stellenwert als in Deutschland.

00:30:41: In Deutschland ist es alles zynisch und irgendwie herabgewürdig wird immer drüber gespottet.

00:30:47: Als ich damals Philosophie und Zynologie in zwei Hauptfäckern studierte, haben die Leute gesagt, der Zynologie ist ja schon etwas exotisch, das verstehen wir schon, dass man neugierig ist, dieses Blumen für Orgideenfach.

00:31:00: aber Philosophies?

00:31:02: So ein Quatsch!

00:31:03: Da kann doch jeder seine Philosophien also auf dem Niveau.

00:31:06: Das war vor mittlerweile vierzig Jahren.

00:31:09: Und in China ist es ganz anders.

00:31:11: Da gibt es natürlich auch diesen Zynismus, gerade bei den hoch entwickelten Militäreneinrichtungen.

00:31:17: Aber das hat ja seinen Grund, dass sie dann entsprechend keine Philosophie machen und der... Ja, es hat andere Probleme die es nach sich zieht weil da gibt es eben, weil es eben sozusagen gesellschaftlich urwüchsig so sehr geschätzt wird, gibt es dann keinen akademischen Kontrollmechanismus, der dann die erste Qualität ausweist.

00:31:36: Das ist in China auf chinesisch sehr viele Da sage ich mal kleine Philosophenkönige gibt, die alle so ihren Hof haben.

00:31:44: Sehr interessant sind aber zum Teil eben Dinge machen wo man sagt ja okay das mag jetzt diese Schule zufrieden stellen aber bringt die Philosophie nicht weit.

00:31:53: Das fehlt dann ein bisschen Aber das kommt.

00:31:55: da bin ich ganz sicher dass das

00:31:56: kommt.

00:31:57: Ja Ich denke, auch wenn du sagst, philosophisch spielt keine Rolle.

00:32:03: Aber diese Grundgedanke von chinesischer Philosophie, die lebt ja immer noch ein bisschen mit... ich muss sagen das liegt nicht genug!

00:32:11: Ich werde immer ertappt, wenn Leute mich fragt über chinesische Kultur und Chinesische Philosophien.

00:32:19: Ich ärgere mich auch dass ich zu wenig damit beschäftige, dass es zu wenig weiter geben kann ist natürlich auch mein Interesse wegen, aber auch so ein bisschen das System ist nicht da.

00:32:27: Dass ich das Wissen nicht so mitnehmen konnte wie ich das gerne hätte.

00:32:33: Je älter man ist umso mehr möchte man sich mit seiner ältere eigene Kultur noch beschäftigen.

00:32:38: Vielleicht die Zeit kommt noch...

00:32:40: Darf ich kurz vereinhaken?

00:32:41: Weil das finde ich mir anders über unsere Rollen mal nachzudenken weil das was du jetzt beschreibst absolut typisch für unsere Konstellation, die wir haben.

00:32:56: Du sagst du denkst als... Du verstehst im Grunde als Chineses schaffst du es nicht so leicht China auf den Punkt zu bringen kulturell?

00:33:04: Nee gar nicht!

00:33:04: Ich kann das.

00:33:05: ich mache es falsch ja aber ich bin immerzu gezwungen das zu versuchen weil ich muss mich als Fremde hier positionieren.

00:33:13: Ich muss ja hier mich dazu ordnen, ich muss ja verstehen wie das funktioniert, dass muss ich Hypothesen bilden und so weiter.

00:33:19: Das musst du in Deutschland andererseits ganz genauso tun.

00:33:22: Du mir ist sehr

00:33:23: schwer.

00:33:24: Natürlich ist das schwer, aber gerade weil es schwer ist, ist es ja gut!

00:33:28: Wir werden gezwungen jetzt richtig zu machen und uns zu korrigieren andauern.

00:33:31: Und das ist eine ideale Aufstellung.

00:33:33: Du erzählst mir etwas über Deutschland?

00:33:36: Ich erzählt dir was über China.

00:33:38: Wir nehmen das sehr ernst gegenseitig, weil wir uns schätzen oder wir uns respektieren und weil wir den Denkprozess und die Lebensarbeit, die da drin stecken, würdigen können.

00:33:47: Das bringen wir zusammen und formen daraus eben neue Fragen.

00:33:53: Viele Deutsche denken, der Chineser kann an allerbesten eine chinesische Sprache und Kulturphilosophie Auskunft geben.

00:33:59: Das stimmt auch zum Teil!

00:34:00: Aber zum Teil ist das grundfalsch, weil der Chinees die deutsche Frage gar nicht versteht.

00:34:04: Und andererseits genauer der Deutschen versteht die chinesischen Frage nicht.

00:34:07: Also das ist gerade eine Chance glaube ich und die nutzen wir

00:34:10: nie.

00:34:11: Es ist

00:34:12: so toll dass wir das können.

00:34:13: Deswegen bin ich doch dankbar für unsere Gespräche.

00:34:15: Du weißt ja wie sollen mehr philosophieren?

00:34:20: Genau, aber richtig!

00:34:21: Natürlich philosophisch.

00:34:23: Nicht gestellts akademisch sondern wirklich uns fragen.

00:34:27: Was ist der Sinn des Lebens?

00:34:29: Die nächste philosophische Frage ist wenn man jetzt das Wort Autonomie... Jetzt kommen wir langsam zu dem Punkt wie individuelle Denkweise ist von Menschen und Autonomien ist für mich ein westlicher Begriff.

00:34:46: Und was bedeutet das für Verständnis von Arbeit, Leistung und Lebensglück in China?

00:34:52: Weil Autonomie als solches ist in China wahrscheinlich eine ganz andere Bedeutung.

00:34:56: Wie übersetzt du Autonomien auf Chinesisch, wenn du das im Alltag so denkst?

00:35:00: Wenn ich jetzt autonom denke, denke ich mehr politisch.

00:35:04: Autonomen... Wenn du

00:35:05: das Wort nimmst oder?

00:35:08: Zizhu.

00:35:09: Aha!

00:35:09: Zizu.

00:35:10: Fans-Regierung

00:35:11: Selbstbegriff.

00:35:11: Genau, sehr politischer Denkweise.

00:35:14: Das muss ich klären vorher weil Autonomie hat zwei grundverschiedene Bedeutung.

00:35:21: das eine ist die Bedeitung die du gerade beschreibst also im Grunde Ich bin Herr Meiner selbst.

00:35:29: Das ist aber eigentlich nicht der philosophische Begriff sondern der sozial- und politische Begriffe.

00:35:33: Das sind die Emanzipationsmittel ja?

00:35:35: Ich bin frei gegenüber anderen, gegenüber der Willkür anderer.

00:35:40: Ich habe gegenüber der Macht Ein eigenrecht, das ist der naturrechtliche Bild.

00:35:46: Das ist alles eine Richtung.

00:35:48: Die andere Richtung ist die von Kant.

00:35:51: Autonomie ist was völlig anderes!

00:35:53: Autonomien sind die Selbstgesetzgebung der Vernunft.

00:35:56: Das heißt Freiheit und Autonomied haben ganz anderen Begriff bei Kant.

00:36:04: Was deswegen hier so wichtig?

00:36:06: Weil ich glaube dass der kantische Begriff gerade weil er abstrahiert oder auch das Ganze in eine methodische Arbeitssituationen bringen.

00:36:14: Man muss immer fragen, mal reflektieren.

00:36:16: Gerade dadurch ist er sehr chinesisch wieder.

00:36:19: Wir haben da wieder die Möglichkeit uns programmatisch und methodisch sozusagen zu verstehen auf einen Weg der Fragen, der Diskussion.

00:36:28: Und deswegen können wir auch nur so unterscheiden zwischen dem politischen Autonomiebegriff und dem philosophisch-rechtlichen Autonomiebegriff.

00:36:38: Autonomy ist autonomus selbst Gesetzgebung.

00:36:43: Und das meint ganz klar, selbst Gesetz geben kann nur die Vernunft.

00:36:48: Das kann nicht irgendein Gefühl.

00:36:51: Meinst du dass dieser Freiheit Interpretation gibt es in der chinesischen Zusammenhang oder ist eher westlicher Verständnis?

00:37:01: Ich muss mal ganz kurz meckern.

00:37:03: Westlich gibt es nichts.

00:37:04: Es gibt im Westen den man China immer sagt, gibt es mindestens zwei gegensätzliche Kulturen.

00:37:12: Die eine ist eben die, ich sag mal kontinental-europäisch von Kant mitgeprächte und die andere ist die angesexische amerikanische Und in China kennt man fast nur die amerikanischen angesextische.

00:37:28: Das ist natürlich wichtig dass man die kennt aber man darf sie nicht gleichsetzen weil das ist immer ein Kampf in europa an kulturkampf gewesen und er kannte hat seine ganze Philosophie als Kritik an der Anglesäxtischen, also ich sage mal ein Cum verstanden.

00:37:44: Deswegen müssen wir nicht vom Westen sprechen sondern wir müssen wirklich präziser sagen, meinen wir jetzt das sagen wir europäische oder machen wir das anglesäxische?

00:37:52: auch das ist eine Riesenvereinfachung.

00:37:54: es gibt noch viel mehr kulturelle unterschiedliche Philosophien im sogenannten Westen aber das muss man mindestens machen.

00:38:05: Ich bleibe jetzt mal bei einem Kantischen.

00:38:08: Weil der andere ist klar, dazu verhält sich China immer sagen das wollen wir nicht.

00:38:11: es sind wenn ich so yo is dieser Freiheitsbegriff der heißt ich bin sozusagen alleine.

00:38:16: ja ich bin alleine und auf mich alleine gestellt.

00:38:20: da fehlt das soziale.

00:38:21: aber jetzt bei dem Punkt zu sein ich finde die zwei große Unterschiede unterschiedlich denkweise was später natürlich auch in allgemeiner Verhaltenswerte reflektiert wird, dieser Kontinentales und auch englisexisches.

00:38:38: Ich finde das erlebe ich in der heutige Zeit nicht, weil es einfach nur im Westen wird die westlicher Denkweise betont.

00:38:49: Wobei du sagst ja in Grunde genommen, dass sind da zwei sehr unterschiedliche Werte.

00:38:54: Es gibt auch Kulturkampf aber diese Kulturkampf gibt's heute de facto

00:38:58: nicht.

00:38:59: Das beschreibst du als Chineser, was du in Deutschland wahrnimmst.

00:39:02: Und das ist absolut richtig!

00:39:03: Du bist aber in Deutschland erst seit...

00:39:05: ...dreizig Jahre.

00:39:07: Sag mal nach Bologna.

00:39:09: Das ist sehr wichtig weil mit Bolognia und der deutschen Wiedervereinigung hat sich das gesamte Wertesystem der deutschen Gesellschaft nach und nach amerikanisiert.

00:39:20: ganz eindeutig Das heißt, heute haben wir ganz andere Wahrnehmungen, Debatten und Lebensweisen zumindest so in der öffentlichen Wahrnehnung als zu der Zeit, an der ich sozialisiert worden bin.

00:39:29: An der ich studiert habe, in der ich Philosophie- und Sinologie gelernt habe.

00:39:34: Das sind ganz andere Zeiten und Gesellschaften.

00:39:37: Und von daher haben wir beide recht.

00:39:39: Was du beschreibst ist das heutige... was mich aber interessiert ist, dass das darunter liegt, kulturell.

00:39:44: Unter drunter liegt es – in Deutschland haben wir eine große Wertschätzung der Familie.

00:39:51: Wir sind eigentlich sehr, sehr konservativ von Deutschland.

00:39:54: Die sind das ganze Woke-Gerede was wir heute haben.

00:39:56: Das ist das Geschrei einer minimal kleinen Minderheit die aber sehr lautstark sind und sich sehr gut im Medien bedienen können.

00:40:04: Das kippt jetzt gerade ein bisschen.

00:40:06: Man weiß nicht genau in welche Richtung Aber es heißt Es gibt einen Kern, einen kulturellen Kern.

00:40:11: Der ist mit dieser Art von amerikanisierter Woke liberalistischer Lebensweise nicht zufrieden.

00:40:19: Die wollen gesellschaftliche Werte, die wollen Gemeinschaftswerte.

00:40:24: Viele sagen dann Kommunitarismus dazu.

00:40:26: Kommunitarismus ist aber eigentlich eine schlechte und sehr polematische Ausflugsweise für das Bedürfnis nach Gemeinschaft.

00:40:38: Und an meinem Begriff dafür ist die Solidarität.

00:40:41: Wir haben eine Solidargemeinschaft, wo alle zusammenhängen.

00:40:44: durch wirtschaftliche und auch kulturelle gemeinsame Abhängigkeiten und Interessen und durch kulturelle Ramung des Ganzen, hängen wir da zusammen.

00:40:55: Und das ist aus meiner Sicht ganz nah an der konservativen chinesischen Lebensgrundhaltung.

00:41:02: Es hat auch nichts mit einer romantischen Sehnsucht nach einer bestimmten Idee zu tun sondern ich glaube es hat etwas mit der Dauer der Lebenserfahrung zu tun die wir als Deutsche in Europa uns als Chinesen in China gemacht haben.

00:41:19: Wir wissen das zu schätzen,

00:41:21: was

00:41:21: diese konservativen Werte bedeuten.

00:41:24: Was die Gemeinschaft bedeutet.

00:41:26: Wir haben aber heute die Begriffe dafür verloren und da ist eben das Problem dass die Philosophie diese Begriff nicht mehr liefert weil die Philosophy eben auch in diese Schule geraten ist.

00:41:36: Da müssen wir warten bis der Philosophy den nächsten Schritt geht.

00:41:40: Jetzt haben wir geklärt.

00:41:41: es sind im Grunde genommen wenn ich das so für einfach sagen kann

00:41:44: drei

00:41:45: Architektur von von Philosophie, zwei aus Europa und USA.

00:41:53: Und eins in China, wenn man so ganz hoch beeinflussen kann.

00:41:57: Das ist ja schon sehr, sehr vereinfacht!

00:42:01: Wir wollen heute auch ein bisschen über Arbeit, Sinn der Arbeit und auch Sinn des Lebens sprechen – aus verschiedenen Perspektiven.

00:42:09: Was heißt das dann in dieser Art und Unterschiede?

00:42:15: zum Beispiel Verständnis von Arbeit und Sehen des Lebens.

00:42:18: Weil das ist ja die grundlegende Sache, die man klären muss um überhaupt über vielleicht später kommen wir auch über das Thema Work-Life Balance weil ohne diese Grundlage zu sprechen können wir wahrscheinlich bestimmte Erklärung gar nicht

00:42:32: geben.

00:42:33: Auf jeden Fall und da möchte ich noch eine weitere Dimensionen Spiel bringen die absolut zentral ist nämlich die Moderne.

00:42:42: Die Moderne heißt eine zunehmende Beschleunigung und Verdichtung aller Lebensprozesse.

00:42:48: Und zwar gleichzeitig eine Ausweitung der Horizonte, das heißt die Welt ist jetzt rund.

00:42:53: China ist auf einmal für die Europäer eigentlich ein Tag.

00:42:57: Es kommt immer wieder vor ohne dass man das versteht aber es kommt mal wieder vor.

00:43:01: Im Prinzip ist die Welt jetzt rund.

00:43:03: Wir müssen die ganze Welt immer denken.

00:43:05: Das heute werde ich wie besonders gefordert weil das hier ihr Ding ist.

00:43:09: Gleichzeitig ist alles sehr viel schneller geworden, sehr viel dichter Und man hat die Kompetenzen mit dieser Beschleunigung und Dichte umzugehen.

00:43:19: Im Grunde nicht weiterentwickelt, seit Anfang des zwanzig Monats.

00:43:22: Nicht

00:43:22: weiterentwicklen heißt du das?

00:43:24: Du meinst, dass in der philosophischen Denkmodelle

00:43:27: hat man sich

00:43:27: nicht weiter... Nicht

00:43:29: nur das philosophische Denkmodell auch die gesellschaftlichen Institutionen, die das dann umsetzen sollen.

00:43:34: Also wir leben im Grunde noch mal in Institution und Organisationsmustern aus dem späten neunzehnten Jahrhundert in Europa.

00:43:43: Meistens, dass wir immer im Mensch vergleichen werden, dass man muskulös geworden ist, also technologisch geworden ist aber der Kopf ist noch in der Pubertät geblieben.

00:43:54: Der Kopf und vor allem das Herz ist verwirrt dadurch.

00:43:59: Und was ich damit sagen will ist Wir brauchen solche Fragen nämlich um den Überblick nicht zu verlieren Den wir ja längst verloren haben.

00:44:07: Aber um den überblick wieder einzusammeln muss du sagen brauchen wir sehr gefragt nach den Kernbereichen des gelingenden Lebens.

00:44:15: Und die Arbeit ist für mich so ein Kernbereich, das is Arbeit eigentlich.

00:44:21: und was hat Arbeit mit Leben zu tun?

00:44:27: Wir haben eben seit dem neunzehnten Jahrhundert in Europa eine Art Dualismus da wie eine Gruppe sagt ja Arbeit dient dem Erhalt der Lebensfunktion so im weitesten Sinne Materialistische Ansatz.

00:44:42: Und wir haben den idealistischen Ansatz, der sagt Arbeit ist Teil des Lebens und trägt zur Erfüllung des Lebens bei.

00:44:52: Diese beiden Ansätze haben sich immer weiterentwickelt und haben gegensätzlichen Modellen geführt – das Denken sind auch der Praxis – aber auch dann dazu geführt dass sie Kompromisse und Synthesen eingegangen sind

00:45:10: Z.B.,

00:45:10: dieser Solidargedanke ist so einer, wo jeder in der Gesellschaft so viel geben muss wie er kann und so viel zu bekommen, wie er braucht ... In eine Situation die er selbst gar nicht wollen kann, nämlich wenn ich krank werde, kann ich nicht wollen!

00:45:26: Erst dann darf ich von der Gesellschaft was zurückbekommen, das ich ja vorher gegeben habe.

00:45:31: Solche Kompromisse?

00:45:31: Das ist Maxismus, Sozialismus, katholische Soziallehre... Es ist alles da drin, von links nach rechts.

00:45:37: Es war ein bismarcks großes Werk, dass er das Ganze zusammengebracht hat.

00:45:47: Das ganze Feld der Arbeit ist auch in dieser Spannungssituation weiterentwickelt.

00:45:52: und was eben den Durchschlag jetzt gegeben hat für das wir heute haben und was auch im Heute massiv auf China getroffen ist durch diese schnelle und brutale Modernisierung die das Land jetzt in den letzten dreißigvierzig Jahren durchlaufen hat, ist dass die Arbeit selbst nur nach industriellen Maßstäben definiert ist.

00:46:19: Das heißt da geht jemand in ein Haus verbringt er seine Zeit?

00:46:25: Ist eigentlich egal mit was?

00:46:27: Ist irgendwo definiert?

00:46:28: Ist austauschbar so wie er selbst auch austauschbar geworden ist.

00:46:31: und dann kriegt er dafür für diese Zeit, die er da verbrinkt, kriegt der da Ein Geldwerten-Lohn, also ein Geldwertbetrag aus, zurück und ein paar Ansprüche und Rechte usw.

00:46:47: Und das ist allerdings eine im Grunde eine sehr primitive Unterform der vielen verschiedenen Arbeitsphilosophien die wir in dem Jahrhundert schnell entwickelt haben.

00:46:56: Der Schlüsselbegriff ist da die Entfremdung.

00:46:59: Die Entfraemdung heißt ich bin nicht ich selbst wenn ich bei einer Arbeit bin.

00:47:06: Das macht natürlich krank oder ist selbst Ausdruck von Krankengesellschaft, die sowas erfordert.

00:47:12: Das ist jetzt sehr groß und komplex dieses Thema.

00:47:15: Ich will das nur auf die Schlachtzeilen mal bringen.

00:47:19: Also diese entfremdete Arbeitssituation hat nichts mit Kultur zu tun.

00:47:25: Sie widerspricht sozusagen dem Grundgedanken der Kultur nämlich des artgerechten Wachstums Technologie.

00:47:40: Technologie kann den Baum aus der Erde rausreißen und so andershin pflanzen oder gucken, ob er da wächst oder kaputt geht.

00:47:49: Das kann gut sein!

00:47:51: Das kann dazu führen dass wir bestimmte Baumarten überall auf der Welt verbreiten können.

00:47:56: Es kann aber auch dazu führen das wir eine Monokultur kriegen usw.

00:48:00: Und das Problem hat China jetzt auch.

00:48:02: Dass wir sozusagen in der Form der Beschäftigung und auch in der Ideologie um die Beschäftigten herum Nur noch diese Arbeit als ein zeitweisen Verkauf der eigenen Identität, Existenz und des Daseins verstehen.

00:48:17: Und da kann kein Problem mehr drin sein!

00:48:19: Dass das passiert ist eine faktische Tatsache.

00:48:22: Dass wir das akzeptieren ist unsere Entscheidung.

00:48:25: Das ist aus meiner Sicht nicht nur falsche sondern auch bedrohliche Entscheidung.

00:48:29: Da wird dadurch nicht nur den individuellen Menschen gefährden in seiner Integrität, in seiner Gesundheit sondern auch die Familie gefährden und die ganze Gemeinschaft und die Gesellschaft.

00:48:38: Und damit das Glück, dass die Gesundheit der Mensch eigentlich im Kern immer wieder aufs Spiel setzen.

00:48:48: Wir können das nicht abschaffen dieses Problemen, wir können es aber anders lösen, nämlich dieses Entfremdungsprobleme.

00:48:56: Ein früherer Ansatz war Marx, aber es gibt viel frühere Ansätze und spätere komplexere Ansätze.

00:49:02: Wir haben alle etwas damit zu tun, wie wir Arbeit in der Gesellschaft organisieren.

00:49:09: Zum Beispiel wie wir Grundfragen beantworten.

00:49:13: Hat Arbeit etwas damit zutun, dass ich zu bestimmten industriellen Prozessen beitrage?

00:49:20: Oder hat Arbeit etwas mitzutun das ich

00:49:23: zur

00:49:24: Wertschöpfung der Gesellschaft im Allgemeinen beitragte?

00:49:27: Ein Lehrer zum Beispiel trägt ja nicht direkt zur Industriellen Wertschäpfung bei!

00:49:31: Indirekt vielleicht, indem wir den Leuten recht noch schreiben bei.

00:49:35: Aber nicht direkt!

00:49:36: Was ist denn mit der klassischen Hausfrau?

00:49:39: Was ist jetzt die klassische Hausarbeit?

00:49:42: Die trägt enorm viel zur gesellschaftlichen Wertschöpfung an.

00:49:45: Ist vielleicht über die Grundlage für gesellschaftliche Wertschöffungen in vielen Bereichen.

00:49:50: Wird aber überhaupt nicht in dieser industriellen Form abgebildet.

00:49:53: Sie wird im Grunde naturgemäß als gegeben angenommen und vielleicht in manchen Gesellschaften sogar politisch dann wiederum instrumentalisiert, sodass quasi die Frau jetzt auch ein Stück Vergleichberechtigung arbeiten darf bis zu über sie muss.

00:50:10: Und das sind Organisationsfragen, die am Ende darüber entscheiden ob wir überhaupt nicht entfremdet arbeiten und leben können.

00:50:21: Wir kommen nachher noch auf das Thema Work-Life Balance aber jetzt ist dieses Thema Arbeit durch die Modernisierung und Globalisierung der Industrialisierung.

00:50:34: Jetzt kannst du dir nur uns, ja?

00:50:36: Ja aber es ist so!

00:50:37: Globalisierung heißt es überall.

00:50:40: Modernisierung heißt wir haben einen enormen Tempo zu wachs ein enorme Entwicklungszuwachs immer mehr immer schneller immer besser vielleicht auch.

00:50:52: Und dann müssen wir jetzt umgehen.

00:50:55: Das war die heutige Episode von China HotBot, Podcast für deutsche Unternehmer, Manager und junger Talente mit Bezug auf China Business.

00:51:03: Chinateam GmbH berät kleine deutsche Firmen den Durchbruch in China zu schaffen und sich langfristig erfolgreich im Markt zu positionieren.

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